In Bezug auf das Geschirrspülen wird die ökologische Auswirkung oft mit Reinigungsmitteln oder der Wahl der Utensilien in Verbindung gebracht. Eine neue Analyse rüttelt an dieser Vorstellung.
Ein Forschungsteam führte eine Studie in Haushalten in Deutschland und Nordamerika durch, um verschiedene Reinigungsgewohnheiten zu bewerten. Diese Feldforschungsdaten wurden mit Laborexperimenten gekreuzt, bei denen ein Gerät die Schrubbwirkung nachahmte. Diese hybride Methode ermöglichte es, ein realistischeres Bild des tatsächlichen Verhaltens und seiner Auswirkungen zu erhalten.

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So bestätigt die Studie, dass Küchenschwämme bei Gebrauch tatsächlich Mikroplastik freisetzen. Die jährlichen Mengen pro Person unterscheiden sich je nach Schwammtyp, wobei solche mit weniger Plastikanteil naturgemäß weniger freisetzen. Diese Freisetzungen bleiben jedoch im Maßstab einer einzelnen Person begrenzt.
Indem sie einen weiteren Blickwinkel einnahmen, verglichen die Wissenschaftler die Wirkung dieses Mikroplastiks mit der des beim Reinigen verbrauchten Wassers. Ihr Urteil ist eindeutig: Das verwendete heiße Wasser ist für 85 bis 97 Prozent des gesamten ökologischen Fußabdrucks verantwortlich. Die Plastikfragmente tragen nur einen sehr geringen Teil zu den Schäden an Ökosystemen bei, selbst wenn die Zahlen auf die Größenordnung eines Landes hochgerechnet werden.
Die von den Haushalten gesammelten Informationen ermöglichten es, die täglichen Verhaltensweisen besser zu erfassen. Indem sie beobachteten, wie Menschen ihre Teller und Töpfe reinigen, verfeinerten die Forscher ihre Schätzungen über reine Laborsimulationen hinaus.
Mehrere einfache Handgriffe können die ökologische Belastung beim Geschirrspülen verringern. Die Menge des verwendeten Wassers zu reduzieren, erweist sich als die wirksamste Maßnahme, noch vor der Wahl von Schwämmen mit geringem Plastikgehalt. Die Lebensdauer dieser Utensilien zu verlängern, trägt ebenfalls dazu bei, den gesamten Ressourcenverbrauch zu senken.