Entdeckung einer seltsamen Pflanze ohne Chlorophyll đŸŒ±

Eine neue, sehr besondere Pflanzenart wurde gerade in Malaysia entdeckt.

In den WÀldern von Terengganu hat ein Forscherteam Thismia aliasii identifiziert, eine Pflanze ohne Chlorophyll, die von Pilzen abhÀngig ist. Die in PhytoKeys veröffentlichte Entdeckung wirft Licht auf eine bereits durch menschliche AktivitÀten bedrohte Art.

Thismia aliasii.

Thismia aliasii.
Quelle: Siti-Munirah MY, Mohamad Alias S

Die Pflanze, die zur Gattung Thismia gehört, fasziniert durch ihre mykoheterotrophe Lebensweise. Sie bezieht ihre NÀhrstoffe nicht aus der Sonne, sondern aus Pilzen im Boden.

Ihre BlĂŒten, die fĂŒr die BestĂ€ubung durch kleine Insekten angepasst sind, unterstreichen ihren einzigartigen Charakter. Die Entdeckung wurde durch die aufmerksame Beobachtung von Mohamad Alias Shakri wĂ€hrend einer Expedition im Jahr 2019 möglich.

Als vom Aussterben bedroht eingestuft, sind von Thismia aliasii weniger als fĂŒnf Individuen bekannt. Die zunehmende Beliebtheit von Wanderungen in der Region erhöht die Risiken fĂŒr ihr Überleben.

Diese Entdeckung bereichert die bekannte BiodiversitĂ€t von Terengganu, das bereits fĂŒr seinen Reichtum an Thismia-Arten bekannt ist. Sie unterstreicht die Bedeutung des Schutzes dieser einzigartigen Ökosysteme.

A - Chemerong-Wasserfall, 370 m hoch.

A - Chemerong-Wasserfall, 370 m hoch.
B - Chemerong-Fluss, in der NĂ€he des Lebensraums von Thismia aliasii.
C - Thismia aliasii, Individuum, das von Mohamad Alias 2019 entdeckt wurde.
D - Thismia aseroe, beobachtet auf dem Pfad im Hutan Lipur Chemerong.

Was ist Mykoheterotrophie?

Mykoheterotrophie ist eine ErnĂ€hrungsweise, bei der eine Pflanze indirekt organische Materie ĂŒber Pilze aufnimmt. Im Gegensatz zur Photosynthese ermöglicht diese Strategie das Überleben in lichtarmen Umgebungen.

Diese Pflanzen gehen eine symbiotische Beziehung mit Mykorrhiza-Pilzen ein. Letztere liefern ihnen die notwendigen NĂ€hrstoffe im Austausch gegen Zucker, obwohl einige Pflanzen wie Thismia diese Pilze parasitieren.

Dieser Mechanismus ist selten und betrifft weniger als 1% der GefĂ€ĂŸpflanzen. Er wird vor allem in dichten Waldhabitaten beobachtet, wo Licht begrenzt ist.