🌍 Entdeckung uralter Strukturen unter der Antarktis – und das betrifft uns direkt

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Unter der gefrorenen OberflĂ€che der Ostantarktis beeinflussen seit Millionen Jahren verborgene Formationen heute die Bewegung der Gletscher. Diese Entdeckungen könnten unsere Prognosen ĂŒber den Anstieg des Meeresspiegels verĂ€ndern.

Die Topographie unter dem antarktischen Eisschild.
Quelle: Open-Access-Deposit s-ink.org

Ein internationales Forscherteam hat mithilfe von Radardaten eine ausgedehnte Zone von unter dem Eis begrabenen Felsplateaus identifiziert. Diese 3.500 Kilometer langen FlĂ€chen wurden von FlĂŒssen geformt, noch bevor die Antarktis von Eis bedeckt war – zu einer Zeit, als sie noch mit Australien verbunden war.

Diese alten Landschaften sind nicht neutral: Sie verlangsamen den Eisfluss, im Gegensatz zu tiefen TĂ€lern, die einen schnellen Abfluss begĂŒnstigen. Diese Effekte zu verstehen ist entscheidend, um vorherzusagen, wie der Eisschild auf die ErwĂ€rmung reagieren wird.

Die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie zeigt, dass diese fossilen GelÀndeformen bestimmte Bereiche des Eisschilds stabilisieren können. Die Wissenschaftler erwÀgen nun Bohrungen, um diese FlÀchen genauer zu analysieren.

Die Bunger Hills, ein freiliegendes Fragment einer alten, unter dem Eis begrabenen OberflÀche.
Quelle: David Small

Warum ist die Ostantarktis so wichtig?

Der ostantarktische Eisschild enthĂ€lt genug Eis, um den Meeresspiegel um ĂŒber 50 Meter ansteigen zu lassen. Seine Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten ist daher eine globale Herausforderung.

Einige Gebiete scheinen dank dieser alten Plateaus stabiler als erwartet zu sein. Andere, die empfindlicher auf TemperaturÀnderungen reagieren, könnten jedoch schneller schmelzen, wenn das Klima weiter erwÀrmt.

Diese Entdeckungen ermöglichen es, Klimamodelle zu verbessern und die Risiken fĂŒr KĂŒstenregionen genauer abzuschĂ€tzen.