đŸ’„ Missionen zur Venus: Neben der Temperatur gibt es eine weitere Bedrohung, die berĂŒcksichtigt werden muss

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Die Winde auf dem Planeten Venus, die von den Venera-Sonden mit etwa 1 m/s gemessen wurden, erscheinen im Vergleich zu denen auf der Erde oder dem Mars bescheiden. Doch die dichte AtmosphĂ€re des Planeten verstĂ€rkt ihre Wirkung erheblich. Was die Temperaturen betrifft, so begrenzen die aufsteigenden Bewegungen am Tag und die absteigenden in der Nacht entlang der GelĂ€ndeformationen in den Tropen die Schwankungen auf weniger als 1 Grad Kelvin wĂ€hrend des Tages, gegenĂŒber 4 Grad in den Ebenen.

In den Polargebieten gleichen die vorherrschenden Abwinde die dauerhafte AbkĂŒhlung aus und stabilisieren so ebenfalls die lokalen Bedingungen. Diese fĂŒr jede Zone spezifische Dynamik ist von entscheidender Bedeutung fĂŒr Landermissionen, die diese Regionen anvisieren, wie beispielsweise Envision. Simulationen zufolge formen die Winde direkt die Temperatur, aber auch die Staubverwehungen, wodurch jeder Bereich seine eigenen Eigenschaften erhĂ€lt.

Globale Ansicht der VenusoberflÀche, zentriert auf 180 Grad östlicher LÀnge. Die Radarmosaike von Magellan sind auf einen simulierten Globus projiziert.
Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech

Der Staubtransport stellt ein wesentliches Problem dar. In Alpha Regio, einem Bergplateau, auf dem die Mission DaVINCI landen soll, sind 45 % der OberflĂ€che Winden ausgesetzt, die stark genug sind, um feinen Sand mit einer KorngrĂ¶ĂŸe von 75 ”m zu bewegen. Der Lander könnte somit PartikelstĂŒrmen ausgesetzt sein, deren StĂ€rke im Tagesverlauf schwankt, was einen robust genug ausgelegten Entwurf erfordert, um ihnen standzuhalten.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, wĂ€hlte das Team einen regionalen Ansatz, unterteilte die Venus in verschiedene Zonen, um die lokale Meteorologie zu simulieren. Diese im Journal of Geophysical Research: Planets vorgestellte Methode ermöglicht eine genauere Modellierung als globale Modelle, da sie die Unterschiede zwischen HochlĂ€ndern, TieflĂ€ndern, Tropen und Polen berĂŒcksichtigt.

KĂŒnftige Missionen werden von diesen Fortschritten profitieren, um ihre Operationen prĂ€ziser zu planen. Indem die Wissenschaftler entschlĂŒsseln, wie Winde einige Gebiete ausgleichen und in anderen Staub aufwirbeln, können sie LandeplĂ€tze gezielt auswĂ€hlen und Instrumente entsprechend auslegen, was die Erfolgschancen in dieser so feindlichen Umgebung erhöht.