📱 Wie machen Zikaden ihren LĂ€rm?

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Sie sind im Urlaub, liegen im Schatten einer Pinie, und ein vertrautes GerĂ€usch erfĂŒllt die Luft: cri-cri-cri-cri... Dieses konstante, durchdringende, manchmal hypnotische GerĂ€usch stammt von Zikaden. Aber wie schaffen es diese kleinen Insekten, einen so lauten Ton zu erzeugen? Und warum tun sie das?

Ein natĂŒrliches Instrument im Abdomen

Zikaden singen nicht mit ihrem Mund, sondern mit ihrem... Bauch! Genauer gesagt sind es die MÀnnchen, die "singen", und zwar mit einem speziellen Organ namens Tymbal, das sich an den Seiten ihres Abdomens befindet. Diese Tymbals sind eine Art flexible Membranen, die die Zikade mithilfe sehr starker Muskeln schnell vibrieren lÀsst.

Bei jeder Kontraktion verformt sich die Membran und erzeugt ein "Klicken". Da sich diese Klicks hunderte Male pro Sekunde wiederholen, entsteht ein kontinuierlicher Ton, den wir als "Gesang" wahrnehmen. Zudem fungiert der hohle Abdomen der Zikade als Resonanzkörper, um diesen LÀrm zu verstÀrken.

Aber warum tun sie das?

Dieser "Gesang" dient nicht nur dem VergnĂŒgen oder um uns zu signalisieren, dass es heiß ist. ZikadenmĂ€nnchen singen hauptsĂ€chlich, um Weibchen anzulocken. Jede Zikadenart hat ihren eigenen Rhythmus, sodass die Weibchen die MĂ€nnchen ihrer Art unter all den GerĂ€uschen der Natur erkennen können.

Einige Arten können bis zu 120 Dezibel erreichen – das ist so laut wie eine Feuerwehrsirene! Es handelt sich ĂŒbrigens um einen der lautesten von einem Insekt erzeugten Töne weltweit.

Die Weibchen der Zikaden singen hingegen nicht. Sie hören zu. Wenn ein Weibchen ein MÀnnchen mit einem ansprechenden Gesang entdeckt, nÀhert es sich leise zur Paarung.

Und warum nur im Sommer?

Zikaden sind wechselwarme Insekten, daher benötigen sie WĂ€rme, um aktiv zu sein. Sie singen also vor allem, wenn es heiß ist, meist zwischen 25 und 40°C. Unter 20°C werden sie still.