🚀 Artemis 2: Unmittelbarer Start für die Rückkehr der Menschheit zum Mond

Veröffentlicht von Adrien,
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Eine neue Phase der bemannten Raumfahrt tritt in ihre entscheidende Phase ein. Artemis 2 soll in den nächsten Stunden starten, mit einer Besatzung an Bord. Diese Mission markiert die Rückkehr von Menschen über die erdnahe Umlaufbahn hinaus seit dem Ende des Apollo-Programms.

Frühestens am 1. April 2026 geplant, hängt der Start von einem Startfenster ab, das sich über mehrere Tage erstreckt. Die NASA peilt einen ersten Versuch vom Kennedy Space Center an. Wie oft bei dieser Art von Mission können Wetter und letzte technische Kontrollen noch eine kurzfristige Verschiebung erzwingen.


Das Orion-Raumschiff beim Vorbeiflug am Mond während Artemis I am 21. November 2022.
Bild NASA

Das verwendete System basiert auf der Space Launch System-Rakete und der Orion-Kapsel. Dieses hat noch nie Astronauten transportiert. Die Mission muss daher alle Ausrüstungen unter realen Bedingungen validieren, insbesondere die Lebenserhaltungssysteme, die Navigation und die Kommunikation über große Entfernungen.

An Bord vereint die Besatzung Reid Wiseman, amerikanischer Kommandant der NASA, Victor Glover, amerikanischer Pilot, Christina Koch, amerikanische Ingenieurin, und Jeremy Hansen, kanadischer Astronaut der kanadischen Raumfahrtbehörde. Diese Zusammensetzung spiegelt eine internationale Öffnung und eine Diversifizierung der Profile wider, mit operativen, wissenschaftlichen und diplomatischen Zielen im Rahmen des Artemis-Programms.


Links Christina Koch, unten Reid Wiseman, oben Victor J. Glover und rechts Jeremy Hansen.
Bild NASA

Der Flugplan sieht einen Vorbeiflug am Mond auf einer sogenannten freien Rückkehrbahn vor. Diese Wahl, die bereits bei den Apollo-Missionen verwendet wurde, bietet zusätzliche Sicherheit: Bei einem Versagen wird das Raumschiff durch die Schwerkraft natürlicherweise zur Erde zurückgebracht. Die Mission soll etwa zehn Tage dauern, mit einem Abstand von mehreren hunderttausend Kilometern von der Erde.

Über den technischen Nachweis hinaus ist Artemis 2 Teil einer umfassenderen Strategie für eine dauerhafte Rückkehr zum Mond. Die folgende Mission, Artemis 3, soll 2027 ein Rendezvous im Orbit um die Erde testen. Artemis 4 wird das Programm 2028 mit einer Mondlandung konkretisieren. Das Ziel geht jedoch über die bloße wissenschaftliche Erkundung hinaus.

Seit mehreren Jahren beschleunigt China sein eigenes Mondprogramm. Peking plant bemannte Missionen um den Mond bis zum Horizont 2030, mit dem erklärten Ziel einer dauerhaften Präsenz. Diese Dynamik reaktiviert eine Form des strategischen Wettbewerbs, der in mancher Hinsicht mit der Rivalität zwischen den USA und der Sowjetunion während des Kalten Krieges vergleichbar ist.

Artemis 2 spielt eine Schlüsselrolle. Es geht nicht nur darum, ein Raumschiff zu testen, sondern auch darum, operative Fähigkeiten im tiefen Weltraum unter Beweis zu stellen. Der Erfolg dieser Mission bestimmt die Glaubwürdigkeit des amerikanischen Zeitplans gegenüber seinen Partnern und Konkurrenten.


1: Start der SLS-Rakete von der Startrampe 39B des Kennedy Space Center
2: Abtrennung der Feststoffraketen, des Rettungsturms und der Nutzlastverkleidung
3: Abschaltung der ersten Stufe der SLS-Trägerrakete und Abwurf derselben
4: Manöver zur Anhebung des Perigäums
5: Manöver zur Anhebung des Apogäums; Systemprüfungen (Dauer 23,5 Stunden)
6: Trennung der oberen Stufe der IPCS-Trägerrakete und des Orion-Raumschiffs
7: Manöver der IPCS-Stufe und des Orion-Raumschiffs zur Trennung der beiden Raumfahrzeuge; Systemprüfungen, Bewertung des Lebenserhaltungssystems
8: Manöver zur Anhebung des Perigäums
9: Manöver für den Einschuss in eine Transferbahn zum Mond
10: Bahnkorrekturmanöver für die automatische Rückkehr zur Erde nach dem Mondvorbeiflug (OTC)
11: Vorbeiflug am Mond in einer Entfernung von 6.513 km
12: Bahnkorrekturmanöver für eine optimale Ankunft auf der Erde (RTC)
13: Abwurf des Servicemoduls
14: Wiedereintritt in die Erdatmosphäre
15: Wasserung; Bergung der Astronauten und der Orion-Kapsel durch die Schiffe
A: Die abgeworfene IPCS-Stufe wird genutzt, um die Manövrierfähigkeiten des Orion-Raumschiffs zu testen
B: Aussetzen von Nanosatelliten, Fernbeobachtung der IPCS-Stufe
Bild Wikimedia

Die letzten Vorbereitungen laufen. Die beeindruckende Trägerrakete ist derzeit auf ihrer Startrampe installiert und die Teams führen die letzten Kontrollen durch. Die Besatzung wiederum durchläuft eine strenge Quarantänezeit, um jegliches Gesundheitsrisiko vor dem Abflug zu minimieren. In dieser Phase zählt jedes Detail, denn der kleinste Zwischenfall kann zu einer Verzögerung führen.

Der Start wird einen Meilenstein markieren. Er ebnet den Weg für eine neue Reihe bemannter Missionen zum Mond, mit dem Ziel einer regelmäßigen menschlichen Präsenz mit orbitaler und Oberflächeninfrastruktur.