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🐝 Bei Bienen zählt die Gehirngröße, aber nicht so, wie man denkt
Veröffentlicht von Adrien, Quelle: CNRS INSB Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Ein großes Gehirn macht intelligenter? Eine in PNAS veröffentlichte Studie liefert eine differenzierte Antwort bei Bienen. Beim Test ihrer Fähigkeit, Gerüche mit einer Belohnung zu assoziieren, zeigen Wissenschaftler, dass Individuen mit stärker entwickelten Riechkolben besser lernen. Eine Leistung, die ihre Effizienz beim Sammeln verbessern könnte.
Ein winziges Gehirn, aber beeindruckende Fähigkeiten
Wenn die Frage nach der Gehirngröße und ihren kognitiven Fähigkeiten so alt ist wie die Welt, hat sie in der wissenschaftlichen Gemeinschaft noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist ein größeres Gehirn nicht unbedingt ein Zeichen für bessere kognitive Leistungen. Diese Regel gilt sowohl für Computer als auch für Lebewesen.
Bildillustration Pixabay
Die Insekten sind der Beweis, denn trotz ihrer winzigen Gehirne (oft kleiner als ein Grießkorn) sind sie zu bemerkenswert komplexen Verhaltensweisen fähig: Problemlösung, Lernen, symbolische Kommunikation oder Routenoptimierung über lange Strecken. Diese Fähigkeiten beruhen weniger auf der Gesamtgröße des Gehirns als auf der feinen Organisation seiner neuronalen Schaltkreise.
Individuelle Unterschiede, die zählen
Selbst innerhalb einer Art sind die Individuen nicht identisch. Bei der Honigbiene (Apis mellifera) gibt es natürliche Variationen der Gehirngröße.
Durch die Analyse von fast 1.500 Individuen haben Wissenschaftler gezeigt, dass diese Unterschiede die Lernleistungen beeinflussen. Die Bienen wurden darauf trainiert, einen Geruch mit einer süßen Belohnung zu assoziieren: Diejenigen mit den größten Köpfen waren erfolgreicher, unabhängig von der Schwierigkeit der Aufgabe.
Diese Ergebnisse zeigen, dass einige Bienen von Natur aus besser darin sind, olfaktorische Signale zu lernen, eine entscheidende Fähigkeit, um Blumen zu lokalisieren und innerhalb der Kolonie zu kommunizieren.
Die Schlüsselrolle der Riechkolben
Um den Ursprung dieser Unterschiede zu verstehen, haben die Wissenschaftler das Gehirn einiger Bienen mithilfe von Röntgenstrahlen in 3D rekonstruiert.
Das Ergebnis ist klar: Die besseren Lernleistungen sind nicht mit der Gesamtgröße des Gehirns verbunden, sondern mit dem Volumen der Riechkolben, Strukturen unter den Fühlern, die auf die Verarbeitung von Gerüchen spezialisiert sind.
Diese Beobachtung wurde bei der Hummel (Bombus terrestris) bestätigt, was darauf hindeutet, dass dieser Zusammenhang zwischen Gehirnstruktur und olfaktorischem Lernen bei Insekten weit verbreitet sein könnte.
Auch wenn diese Studie keine endgültige Antwort auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Gehirngröße und allgemeiner Intelligenz eines Tieres liefert, weist sie auf Verbindungen zwischen spezifischen kognitiven Aufgaben (hier dem Lernen von Gerüchen) und klar abgegrenzten Bereichen im Gehirn (den Riechkolben) hin.
Diese Verbindungen sind potenziell vielfältig und unterscheiden sich je nach kognitiver Operation, was erklären könnte, warum einige Individuen bei bestimmten Verhaltensweisen leistungsfähig sind und bei anderen weniger gut abschneiden. Diese Variabilität ist im gesamten Tierreich, von Insekten bis zum Menschen, bekannt und trägt zur Charakterisierung von Tierpersönlichkeiten bei.