đ§ Bevor du ĂŒberhaupt geboren wirst, kann dein Gehirn auf Alkohol programmiert werden
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:JNeurosci Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Wie können Ereignisse, die noch vor unserer Geburt passieren, unser Verhalten Jahrzehnte spĂ€ter prĂ€gen? Eine aktuelle Forschung untersucht diesen Zusammenhang zwischen prĂ€nataler Alkoholexposition und der Tendenz, mehr und schneller zu trinken, und deckt dabei frĂŒhe VerĂ€nderungen im Gehirn auf.
Diese in JNeurosci veröffentlichte Studie wurde von Mary Schneider und Alexander Converse von der UniversitĂ€t von Wisconsin-Madison durchgefĂŒhrt. Ihr Protokoll nutzte Rhesusaffen, um die Langzeiteffekte von Alkohol und Stress wĂ€hrend der Schwangerschaft zu beobachten, mit dem Ziel besser zu verstehen, wie diese Faktoren die Gehirnentwicklung beeinflussen.
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Schwangere Affen wurden drei Bedingungen ausgesetzt: mĂ€Ăiger Alkoholkonsum, leichter Stress oder einer Kombination aus beidem. Im Erwachsenenalter wurden die Nachkommen dann hinsichtlich ihrer Gehirnchemie, mit besonderem Augenmerk auf das Dopaminsystem, sowie ihres Alkoholkonsumverhaltens getestet.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die prĂ€natale Alkoholexposition das Dopaminsystem bei Erwachsenen verĂ€ndert und mit einem schnelleren Trinken in Verbindung steht. Eine wichtige Erkenntnis: Die Gehirnmessungen, die vorgenommen wurden, bevor die Tiere Alkohol tranken, ermöglichen es, ihr kĂŒnftiges Verhalten vorherzusagen, was Ă€hnliche Beobachtungen beim Menschen hinsichtlich alkoholbedingter Störungen widerspiegelt.
Diese Gehirnreaktionen könnten helfen zu erklĂ€ren, warum manche Menschen von gelegentlichem Konsum zu schwerwiegenderen Problemen ĂŒbergehen, wĂ€hrend andere dies nicht tun.
FĂŒr die menschliche Gesundheit zeigt diese Forschung, dass Alkoholkonsum wĂ€hrend der Schwangerschaft langfristige Folgen haben kann, indem sie die prĂ€natale Alkoholexposition mit weniger gesunden Trinkgewohnheiten spĂ€ter im Leben in Verbindung bringt. Obwohl prĂ€nataler Stress keinen direkten Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum zeigte, könnte er andere Verhaltensaspekte beeinflussen.