🧠 COVID-19 verĂ€ndert das Gehirn langfristig, auch ohne Krankheitssymptome

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Brain, Behavior, & Immunity - Health
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Der Zusammenhang zwischen COVID-19 und Atemwegsproblemen ist gut bekannt, sein Einfluss auf das Gehirn wird grĂŒndlich erforscht. Eine kĂŒrzlich erschienene wissenschaftliche Publikation deutet darauf hin, dass das Virus die Gehirnarchitektur auf Dauer verĂ€ndern könnte, und das auch bei Menschen, die sich selbst als völlig genesen wahrnehmen.

Um dieser Spur nachzugehen, griff ein Team der Griffith University in Australie auf fortschrittliche Methoden der Magnetresonanztomographie (MRT) zurĂŒck. Diese Arbeit ermöglichte es, das Gehirn von Personen, die COVID-19 hatten, mit dem von nie infizierten Personen zu vergleichen. Das Ziel war es, die möglichen langfristigen Folgen der Krankheit zu erfassen.


Die Beobachtungen zeigen deutliche VerĂ€nderungen in der grauen und der weißen Substanz. Diese VerĂ€nderungen betreffen sowohl die Mikrostruktur des Gewebes als auch das neurochemische Profil und belegen einen dauerhaften Fingerabdruck von COVID-19 auf die Gehirngesundheit. Die Forschung wurde mit einer rigorosen Methodik durchgefĂŒhrt, um jegliche Verzerrungen auszuschließen, und die Daten wurden genauestens geprĂŒft.

Ein bemerkenswerter Punkt liegt darin, dass diese VerĂ€nderungen nicht nur bei Patienten mit Long-COVID festgestellt werden, sondern auch bei denen, die sich als geheilt einschĂ€tzen und keine Symptome mehr haben. Dieser Befind deutet an, dass die Auswirkungen des Virus diskret fortbestehen könnten, ohne wahrnehmbare Anzeichen fĂŒr die betroffene Person, was die Notwendigkeit einer Nachsorge nach der Infektion in Frage stellt.

Diese Elemente geben Aufschluss ĂŒber bestimmte kognitive BeeintrĂ€chtigungen, die nach der Krankheit gemeldet werden, wie GedĂ€chtnis- oder Aufmerksamkeitsstörungen. Das Dokument, erschienen in Brain, Behavior, & Immunity - Health, stellt diese Schwierigkeiten in Bezug zu den beobachteten HirnverĂ€nderungen und eröffnet so Wege, um die beteiligten neurologischen Mechanismen zu untersuchen.

Das VerstĂ€ndnis dieser HirnverĂ€nderungen ist wichtig, um geeignete AnsĂ€tze fĂŒr Nachsorge und Behandlung zu entwickeln.