🌊 Die in den Ozeanen gespeicherte Energie erreicht ein noch nie dagewesenes Niveau

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Advances in Atmospheric Sciences
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Die Ozeane der Erde haben seit Beginn der modernen Aufzeichnungen eine beispiellose Menge an Wärme gespeichert. Diese angesammelte Energie, obwohl unsichtbar, wird sich durch noch intensivere Wetterereignisse manifestieren.

Als wahre Wärmespeicher des Planeten absorbieren die Ozeane mehr als 90 % der überschüssigen Energie, die durch Treibhausgase erzeugt wird. Die Aufnahme erreicht nun beispiellose Werte, stört das Gleichgewicht und verändert direkt die Wetterbedingungen weltweit.


Bildillustration Pixabay

Um diese Wärme zu quantifizieren, haben Wissenschaftler die Informationen mehrerer internationaler Organisationen gekreuzt. Die Daten des Instituts für Atmosphärenphysik in China, von Copernicus Marine in Europa und der NOAA in den USA führen zu derselben Schlussfolgerung. Die Daten zeigen, dass der ozeanische Wärmegehalt im Jahr 2025 einen historischen Höchststand erreicht hat, mit einer Akkumulation von etwa 23 Zettajoule. Dieser Wert entspricht etwa 37 Jahren des weltweiten Energieverbrauchs.

Dieser Anstieg betrifft nicht alle Meere gleichermaßen. Im Jahr 2025 erlebten etwa 16 % der Ozeanoberfläche ihre höchsten Temperaturen, insbesondere in tropischen Gebieten, im Südatlantik und im Nordpazifik. Eine solche regionale Ungleichmäßigkeit lässt stärkere Auswirkungen auf bestimmte marine Ökosysteme erahnen.

Darüber hinaus bleiben die Oberflächentemperaturen, obwohl sie im Vergleich zu 2024 leicht zurückgegangen sind, ungewöhnlich hoch. Sie liegen immer noch fast 0,5 °C über dem Durchschnitt der vorangegangenen Jahrzehnte. Diese wärmeren Gewässer fördern eine erhöhte Verdunstung, was intensive Wetterereignisse verstärkt, wie die Überschwemmungen in Südostasien oder die Dürreperioden im Nahen Osten während des Jahres 2025.

Die kontinuierliche Zunahme der ozeanischen Wärme hat direkte Auswirkungen auf unsere Umwelt. Sie trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei und erhöht die potenzielle Stärke tropischer Wirbelstürme. Diese Veränderungen beeinflussen nicht nur die Küstengebiete, sondern auch Gemeinschaften und Wirtschaftsaktivitäten, die von maritimen Ressourcen abhängen.

Die Forschungsarbeiten zu diesem Thema werden fortgesetzt. Verschiedene Studien untersuchen insbesondere regionale Unterschiede, beispielsweise vor der Küste Chinas oder im Indischen Ozean.