🧠 Dieses kĂŒnstliche GerĂ€t verhĂ€lt sich wie ein Neuron

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: McGill-UniversitÀt
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Forscher der McGill-UniversitÀt haben eine lichtempfindliche Nanostruktur entwickelt, die ein Neuron bei der Informationsverarbeitung nachahmt. Das neuronale Verhalten hat seinen Ursprung in den Materialien selbst. Dadurch ist der Energieverbrauch geringer als bei der Verwendung Àhnlicher GerÀte, die mit Schaltkreisen oder Software verbunden sind.

Anstatt Daten zu sammeln, um sie spĂ€ter an einem anderen Ort zu verarbeiten, erfasst und interpretiert das GerĂ€t das Licht am selben Ort – Ă€hnlich wie ein Auge visuelle Informationen verarbeitet.


Laut den Forschern könnte diese Innovation die Effizienz visueller Technologien wie kĂŒnstlicher NetzhĂ€ute und intelligenter optischer Sensoren verbessern. Sie könnte auch die Herstellung kĂŒnstlicher neuronaler Netze (KNN) revolutionieren, die eine der Grundlagen des maschinellen Lernens bilden.

„Durch den Einsatz spezieller Materialien und Nanostrukturen haben wir das erste GerĂ€t entwickelt, das in der Lage ist, die neuronale Dynamik, die man in einem biologischen Kontext beobachtet, originalgetreu nachzubilden“, erklĂ€rt Songrui Zhao, Hauptautor und außerordentlicher Professor fĂŒr Elektrotechnik und Informatik.

Ein mehrschichtiges, lichtempfindliches GerĂ€t Die Forscher stellten das GerĂ€t her, indem sie Atomschichten mit einer Technik namens Molekularstrahlepitaxie ĂŒbereinanderlegten. Anschließend setzten sie es Licht verschiedener Farben, IntensitĂ€ten und Dauern aus und maßen die VerĂ€nderungen der elektrischen Signale im Material.

Durch eine Analyse der Signale ĂŒber einen bestimmten Zeitraum stellten sie fest, dass das GerĂ€t in der Lage war, eingehende Signale zu kombinieren, Informationen kurz zu speichern und eine Antwort auszulösen, sobald ein bestimmter Schwellenwert erreicht war. Dieser Mechanismus Ă€hnelt der Art und Weise, wie ein Neuron Informationen verarbeitet, und zeigt, dass ein solches Verhalten direkt aus den physikalischen Eigenschaften des Materials resultieren kann, anstatt aus Software oder einer komplexen Schaltung.

„Durch die sorgfĂ€ltige Gestaltung der Schichten haben wir ein GerĂ€t geschaffen, dessen Reaktion auf Licht einstellbar ist, was die Grundlage fĂŒr die Nachbildung des Verhaltens eines einzelnen Neurons darstellt“, sagt Professor Zhao. „Es ist uns gelungen, den elektrischen Stromfluss so zu modulieren, dass wir das gewĂŒnschte Verhalten erhalten haben.“

Aufbau neuronaler Netze von Grund auf Nach Ansicht der Forscher könnte dieses GerĂ€t, da kĂŒnstliche neuronale Netze (KNN) aus einer großen Anzahl miteinander verbundener Neuronen bestehen, einen neuen Ansatz fĂŒr das Design von Systemen bieten.

„Ein einzelnes kĂŒnstliches Neuron ist wie eine Zelle, die man als Grundbaustein verwenden kann, um von Grund auf Netzwerke aufzubauen“, fĂŒgt Professor Zhao hinzu. „Es ist eine etwas verrĂŒckte Idee: etwas Ähnliches wie ein biologisches System aus einem anorganischen Material zu erschaffen.“

Ein solcher Ansatz könnte zu einer effizienteren Informationsverarbeitung und zu Anwendungen in der Spitzeninformatik fĂŒhren.

Der Forscher prĂ€zisiert, dass sich die nĂ€chsten Studien auf die Erweiterung des Lichtempfindlichkeitsbereichs des GerĂ€ts und die Optimierung seiner Leistung konzentrieren werden, sowie auf Anwendungen wie DatenverschlĂŒsselung, bei denen eine direkte Informationsverarbeitung auf Sensorebene die Sicherheit erhöhen könnte.