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⚛️ Ein Atomreaktor auf dem Mond bis 2030
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:NASA Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Eine Mondbasis, die mit Kernenergie versorgt wird: Das ist das neue Ziel der NASA. Die US-Raumfahrtbehörde arbeitet derzeit daran, bis 2030 einen Reaktor auf dem Mond zu installieren – ein Projekt, das die Modalitäten der Weltraumforschung neu konfigurieren könnte.
Diese Ambition ist direkt in das Artemis-Programm eingebettet, dessen Ziel es ist, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf unserem natürlichen Satelliten zu etablieren. Eine jüngste Exekutivanordnung hat dieses Ziel formell für das nächste Jahrzehnt festgelegt, was dazu geführt hat, dass die NASA und das US-Energieministerium ihre Zusammenarbeit verstärkt haben. Diese beiden Einheiten haben zudem eine Vereinbarung zur Entwicklung der notwendigen Technologien unterzeichnet, mit dem Ziel, den Reaktor bis 2030 zum Mond zu starten.
Künstlerische Darstellung zweier Astronauten, die auf dem Mond während der Artemis-Operationen arbeiten. Quelle: NASA
Die Nutzung der Kernenergie ist kein Zufall. Für Langzeitmissionen auf dem Mond oder dem Mars bietet ein Spaltreaktor entscheidende Vorteile. Er ist in der Lage, über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich Strom zu produzieren, ohne häufige Nachbetankung zu benötigen. Darüber hinaus arbeitet er unabhängig von der Sonneneinstrahlung, im Gegensatz zu Solarpanelen.
Diese Zusammenarbeit zwischen der NASA und dem Energieministerium blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeiten sie gemeinsam an nuklearen Raumfahrtsystemen. Zum Beispiel haben zahlreiche Robotersonden, wie Cassini um den Saturn oder die Rover Curiosity und Perseverance auf dem Mars, radioisotopenthermoelektrische Generatoren zur Stromversorgung genutzt.
Der NASA-Administrator, Jared Isaacman, erklärte, dass dieser Ansatz entscheidend für die Vorbereitung der nächsten Phasen der Weltraumforschung sei, insbesondere für Missionen zum Mars.
Die Verwirklichung dieses Ziels wird bedeutende technologische Fortschritte erfordern, aber es ebnet den Weg zu einem neuen Zeitalter der Erforschung. Sollte dieses Projekt verwirklicht werden, könnte es als Vorbild für andere Weltraumhabitate dienen, die es Astronauten ermöglichen, dank einer zuverlässigen und nachhaltigen Energiequelle autonom auf dem Mond zu leben und zu arbeiten.
Die technischen und logistischen Hindernisse sind nach wie vor zahlreich, aber die potenziellen Vorteile sind beträchtlich. Eine solche Infrastruktur könnte nicht nur Mondbasen unterstützen, sondern auch Reisen zu weiter entfernten Zielen erleichtern, indem sie eine solide energetische Basis für die menschliche Erforschung jenseits der Erdumlaufbahn schafft.
Das Artemis-Programm und seine Mondziele
Das Artemis-Programm ist eine Initiative der NASA mit dem Ziel, Menschen zum Mond zurückzubringen und dort eine dauerhafte Präsenz zu etablieren. Gestartet in den 2020er Jahren, sieht es bemannte Missionen zur Erkundung der Mondoberfläche vor, beginnend mit dem Südpol, wo Wassereis vorhanden sein könnte.
Diese Missionen sollen als Sprungbrett für künftige Reisen zum Mars dienen, indem sie Technologien und Lebensweisen im tiefen Raum testen. Artemis beinhaltet auch internationale und kommerzielle Partnerschaften, wobei mehrere Privatunternehmen an der Entwicklung von Fahrzeugen und Lebensräumen beteiligt sind.
Ein wichtiges Element des Programms ist der Bau einer Raumstation im Mondorbit, genannt Gateway, die als Relaisstation für Landungen auf dem Mond dienen soll. Diese Architektur wird flexiblere und häufiger wiederholbare Missionen ermöglichen, als es die Apollo-Programme waren.
Langfristiges Ziel von Artemis ist es, eine nachhaltige Mondwirtschaft zu schaffen, wobei lokale Ressourcen genutzt werden, um die Abhängigkeit von der Erde zu verringern. Dazu gehört die Nutzung von Mondregolith für Bauvorhaben und Energieerzeugung, alles unterstützt durch Systeme wie Kernreaktoren, um energetische Autonomie zu gewährleisten.