⚽ Ein einziger Kopfball im Fußball hat messbare Auswirkungen auf das Gehirn

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: JAMA Neurology
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Eine neue, in JAMA Neurology veröffentlichte Studie zeigt, dass bereits ein einziger Kopfball ausreicht, um vorübergehend die Konzentration von Proteinen im Blut zu erhöhen, die mit Hirnschäden in Verbindung gebracht werden.

Um zu diesem Schluss zu gelangen, verfolgten die Forscher 302 männliche Amateurspieler auf hohem Niveau während elf Spielen. Sie entnahmen Blutproben vor jeder Begegnung, unmittelbar danach sowie 24 bis 48 Stunden später. Kameras wurden eingesetzt, um die Anzahl der von jedem Spieler ausgeführten Köpfe zu zählen und deren Intensität zu schätzen.


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Die Ergebnisse zeigen, dass Spieler, die Köpfe ausführten, direkt nach dem Spiel höhere Konzentrationen des Proteins S100B aufweisen, verglichen mit denen, die keinen Kopfball machten. Dieses Protein, das von sternförmigen Zellen, den Astrozyten, produziert wird, wird in der Medizin zur Beurteilung von Schädel-Hirn-Traumata eingesetzt.

Darüber hinaus steigt bei denjenigen, die mehr als zwei Köpfe ausführten oder besonders kräftige Köpfe hatten, auch ein weiteres Protein an: das p-tau217. Letzteres ist einer der wichtigsten Blutmarker für die Alzheimer-Krankheit. Das Tau-Protein stabilisiert normalerweise die innere Struktur der Neuronen, aber mechanische Belastungen können es ablösen und in p-tau217 umwandeln.

Die Konzentrationen von p-tau217 und S100B kehrten innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach jedem Spiel auf ihr Ausgangsniveau zurück. Die Autoren der Studie sind jedoch der Ansicht, dass dies eine schädliche Langzeitwirkung nicht ausschließt. Andere Arbeiten haben zudem gezeigt, dass wiederholte Schädel-Hirn-Traumata bei Fußballern oder American-Football-Spielern Neuronen abtöten und eine Entzündung des Gehirns verursachen können. Die Hypothese ist, dass sich die Auswirkungen der Köpfe im Laufe der Zeit ansammeln und zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beitragen.

Marsh Köings, Koautor der Studie, stellt klar, dass die gemessenen Anstiege die in der Klinik zur Diagnose schwerer Verletzungen verwendeten Schwellenwerte nicht überschreiten. Diese Schwellenwerte sind jedoch dazu ausgelegt, weitaus schwerere Traumata zu erkennen. Was die Forscher beunruhigt, ist die Wiederholung dieser Bewegung hunderte oder tausende Male.

In der Zwischenzeit fordern die Wissenschaftler weitere Studien. Die Verfolgung derselben Spieler über eine ganze Saison hinweg würde es ermöglichen, den kumulativen Effekt der Köpfe besser zu quantifizieren und zukünftige Entscheidungen der Sportverbände zu leiten.