Aus speziellen Teeblättern gewonnen, ist Matcha für seine aktiven Verbindungen wie Antioxidantien bekannt. Ein Team der Universität Hiroshima hat sich für seine Auswirkungen auf die allergische Rhinitis interessiert, eine häufige Erkrankung, die Niesanfälle verursacht. Ihre Arbeit, veröffentlicht in npj Science of Food, untersuchte, ob Matcha über seine allgemeinen Vorteile hinaus Linderung bieten könnte.
Die Forscher verabreichten Matcha über mehrere Wochen an Mäuse, die als Modell für allergische Rhinitis dienten. Diese Tiere erhielten das Teepulver, bevor sie einem Allergen ausgesetzt wurden, um eine typische Reaktion zu simulieren. Dieser Ansatz ermöglichte es, Veränderungen in ihrem Verhalten und ihrer Physiologie zu beobachten, wobei die Symptome regelmäßig überwacht wurden.
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Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Verringerung des Niesens bei den behandelten Mäusen. Im Gegensatz dazu wurden die üblichen Immunmarker, wie IgE-Antikörper oder die Aktivität der Mastzellen, nicht signifikant verändert. Diese Diskrepanz zwischen den Symptomen und der Immunantwort lenkte die Studie in Richtung des Nervensystems.
Die Analyse konzentrierte sich anschließend auf einen Hirnbereich, der am Niesreflex beteiligt ist. Die Wissenschaftler maßen die Expression des Gens c-Fos, eines Indikators für neuronale Aktivierung. Unter dem Einfluss des Allergens stieg diese Expression stark an, aber die Matcha-Behandlung senkte sie auf nahezu normale Werte, was auf eine Wirkung im Gehirn hindeutet.
Diese Erkenntnisse ebnen den Weg für zukünftige Forschungen am Menschen. Das Ziel ist zu überprüfen, ob Matcha eine ergänzende Ernährungsoption zur Behandlung von Allergiesymptomen sein kann. Die Autoren schätzen, dass dies zu praktischen Anwendungen führen könnte, indem Matcha in den Alltag integriert wird.
Die mit dem Niesen verbundene Hirnaktivität nimmt bei Mäusen unter Matcha ab, was auf einen direkten Effekt auf neuronale Schaltkreise hinweist. Bildnachweis: Osamu Kaminuma/Hiroshima University