🐶 Könnten Hunde eines Tages sprechen? Die Wissenschaft antwortet

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Biologia Futura
Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Was wäre, wenn Ihr Hund eines Tages mit Ihnen sprechen könnte? Diese Idee, die seit Jahrhunderten durch Geschichten geistert, wird nun von der wissenschaftlichen Forschung untersucht. Während sprechende Hunde nach wie vor Fiktion sind, befassen sich Experten mit den biologischen Grenzen und den technologischen Werkzeugen, die den Austausch mit unseren Gefährten erweitern könnten.

Eine neue Synthese, die von Forschern der Eötvös-Loránd-Universität in Ungarn erstellt wurde, geht diese Frage ernsthaft an. Diese Arbeit analysiert die anatomischen, kognitiven und evolutionären Faktoren, die die Art und Weise prägen, wie Hunde mit Menschen kommunizieren. Ihr Ziel ist es, gesichertes Wissen von Übertreibungen zu unterscheiden und noch unerforschte Wege zu kartieren.


Illustrationsbild Pixabay

Aus anatomischer Sicht verfügen Hunde nicht über die gleichen Stimmstrukturen wie Menschen. Ihr Kehlkopf und ihr Vokaltrakt sind an das Bellen, Jaulen oder Knurren angepasst, aber nicht daran, artikulierte Sprachlaute zu erzeugen. Auf kognitiver Ebene ist die Fähigkeit, Sätze zu bilden, ihnen nicht zugänglich, obwohl sie viele Wörter und Gesten verstehen.

Aus evolutionärer Sicht hätte sich die Sprache teilweise über Generationen hinweg entwickelt, wenn sie für Hunde, die mit Menschen leben, einen Vorteil darstellen würde. Dieses Phänomen ist jedoch nicht eingetreten. Die Forscher zeigen, dass die Domestizierung zwar die Kommunikation verfeinert hat, aber nicht die Schwelle zu einer Sprache überschritten wurde.

Daher erklären die Wissenschaftler, dass es vielversprechender ist, ihre derzeitigen Ausdrucksweisen besser zu verstehen, anstatt zu versuchen, Hunde zum Sprechen zu bringen. Sie setzen in der Tat vokale und nonverbale Signale ein, die reich an Informationen sind und die wir lernen können zu interpretieren, um unsere Beziehung zu ihnen zu vertiefen.

Diese Überlegungen haben auch Auswirkungen auf das Studium der Evolution der menschlichen Sprache. Hunde helfen als Vergleichsmodelle dabei, die frühen kognitiven Schritte vor der Sprache zu beleuchten. Darüber hinaus speisen die Erkenntnisse aus der Mensch-Hund-Kommunikation das Feld der äthorobotischen Forschung, die darauf abzielt, leistungsfähigere interaktive Roboter zu entwickeln.

Äthorobotik und interspezifische Interaktionen


Die Äthorobotik ist ein aufstrebendes Feld, das die Erforschung des tierischen Verhaltens mit der Robotik verbindet. Ihr Ziel ist es, Maschinen zu schaffen, die in der Lage sind, spontan mit Tieren zu interagieren, indem sie sich von den in der Natur beobachteten Kommunikationsregeln inspirieren lassen.

Indem Ingenieure beispielsweise verstehen, wie Hunde mit Menschen kommunizieren, können sie Roboter so programmieren, dass sie vergleichbare Signale wie Kopfbewegungen oder Töne verwenden, um eine Verbindung zu Hunden oder anderen Arten herzustellen.

Diese Fortschritte finden konkrete Anwendungen, wie etwa in der tiergestützten Therapie oder bei der Überwachung von Wildtieren. Äthorobotische Roboter können so menschliche Interaktionen in bestimmten Kontexten ersetzen oder ergänzen.

Darüber hinaus ermöglicht diese Methode es, Hypothesen über Kommunikation ohne die verzerrenden Einflüsse der Artenzugehörigkeit zu überprüfen, indem sie eine kontrollierte Umgebung bietet, um zu beobachten, wie Signale empfangen und verstanden werden.