đŸ’€ Nickerchen mit erhöhtem Sterberisiko verbunden

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: JAMA Network Open
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Das Nickerchen ist eine gÀngige Praxis bei Senioren: Zwischen 20 und 60 % von ihnen tun es. Eine im JAMA Network Open veröffentlichte Studie zeigt jedoch, dass bestimmte Gewohnheiten des Tagesschlafs auf gesundheitliche Probleme hinweisen können.

Forscher haben 1.338 Àltere Menschen 19 Jahre lang mit Hilfe von AktivitÀtsmonitoren am Handgelenk beobachtet. Ihre Ergebnisse: Lange, hÀufige oder morgendliche Nickerchen sind mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Jede zusÀtzliche Stunde Nickerchen erhöhte dieses Risiko um 13 %, und jedes zusÀtzliche Nickerchen um 7 %.


Bildillustration Pixabay

Um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen, nutzte das Team Daten des Rush Memory and Aging Project, einer 1997 gestarteten Kohortenstudie. Die Teilnehmer trugen AktivitĂ€tsmonitoren am Handgelenk. Diese GerĂ€te zeichneten die Ruhe-AktivitĂ€ts-Zyklen auf und ermöglichten eine objektive Analyse der Nickerchengewohnheiten. Anschließend untersuchten die Forscher, wie diese Gewohnheiten ĂŒber 19 Jahre mit der Sterblichkeit zusammenhingen. Diese Methode vermeidet Verzerrungen durch persönliche Angaben.

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: Jede zusĂ€tzliche Nickerchenstunde pro Tag erhöhte das Risiko um 13 %, und ein zusĂ€tzliches Nickerchen pro Tag um 7 %. Die auffĂ€lligste Feststellung betrifft morgendliche Nickerchen, die mit einem 30 % höheren Risiko verbunden waren als Nachmittagsnickerchen. Diese ZusammenhĂ€nge bestehen auch nach Anpassungen fort, aber die Autoren erinnern daran, dass es sich um Korrelationen handelt.

Die Forscher prĂ€zisieren, dass diese Tagesschlafgewohnheiten wahrscheinlich zugrunde liegende Gesundheitsprobleme widerspiegeln, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Abbau oder Störungen des zirkadianen Rhythmus. ÜbermĂ€ĂŸiges Nickerchen könnte eher ein Warnsignal als eine Todesursache sein. Daher könnte die objektive Überwachung von Nickerchen ĂŒber Smartwatches helfen, diese Erkrankungen bei Senioren frĂŒhzeitig zu erkennen. Das sagt Chenlu Gao, Hauptautor der Studie, der in diesen Ergebnissen ein vielversprechendes Instrument fĂŒr die PrĂ€ventivmedizin sieht.

Ein Vorteil dieser Studie liegt in der Verwendung objektiver Messungen mittels AktivitĂ€tsmonitoren, wodurch Verzerrungen durch Fragebögen vermieden werden. Die Nachbeobachtung ĂŒber fast 20 Jahre ermöglicht zudem die Beobachtung langfristiger Trends. Allerdings waren die Teilnehmer grĂ¶ĂŸtenteils weiß und stammten aus dem Norden von Illinois, was die Verallgemeinerung der Ergebnisse einschrĂ€nkt. Weitere Forschungen mĂŒssen diese Beobachtungen in diverseren Bevölkerungsgruppen bestĂ€tigen.

Besonders besorgniserregend sind morgendliche Nickerchen: Sie könnten auf eine Störung des zirkadianen Rhythmus oder eine schlechte nÀchtliche SchlafqualitÀt hindeuten. Menschen, die spÀt aufwachen oder unterbrochene NÀchte haben, neigen dazu, dies am Morgen zu kompensieren.