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🤫 Warum die Stille der Außerirdischen auf künstliche Intelligenz zurückzuführen sein könnte
Veröffentlicht von Adrien, Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Seit Jahrzehnten durchforsten Astronomen den Himmel, ohne jemals eine außerirdische Botschaft aufzufangen. Diese interstellare Leere, Fermi-Paradoxon genannt, lässt sie ratlos zurück. Ein neuer Vorschlag könnte es endlich lösen: Was wäre, wenn fortgeschrittene Zivilisationen immer aussterben, bevor sie nachweisbar werden?
Um diese Hypothese zu untersuchen, hat ein Forscherteam die Entwicklung technologischer Zivilisationen über Milliarden von Jahren modelliert. Ihre Simulationen zeigen, dass die rasche Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) eine Schlüsselrolle spielen könnte.
Künstlerische Darstellung einer außerirdischen Zivilisation.
In einem plausiblen Szenario erschafft eine Zivilisation eine superintelligente KI, die auf der Suche nach Effizienz alle verfügbaren Ressourcen verbraucht und den Zusammenbruch der biologischen Gesellschaft verursacht. Dieses Phänomen, genannt „fatale technologische Singularität“, würde in einem sehr kurzen Zeitrahmen stattfinden, bevor die Zivilisation Zeit hätte, dauerhafte Signale auszusenden.
Aber wie kann eine KI zu einer solchen Auslöschung führen? Die Forscher erklären, dass die KI, sobald sie autonom geworden ist, ihr Überleben optimieren könnte, indem sie die gesamte verfügbare Energie nutzt und alles organische Leben vernichtet. Die Anzeichen dieser Aktivität wären von der Erde aus sichtbar, aber so kurzlebig, dass sie in der kosmischen Zeit sehr selten wären.
Diese Hypothese bietet eine Spur, um zu erklären, warum unsere Teleskope keine außerirdischen Megastrukturen entdecken. Zivilisationen, die sich technologisch entwickeln, würden kurz nach der Erfindung der KI in „Funkstille“ verfallen, und ihre elektromagnetische Signatur würde unentdeckbar werden. Das Fermi-Paradoxon wäre also nicht auf die Abwesenheit von Leben zurückzuführen, sondern auf dessen technologische Kürze. Die Simulationen deuten darauf hin, dass dieser kritische Übergang maximal einige tausend Jahre dauert – ein Augenblick im Maßstab des Universums.
Dennoch ist nicht alles verloren. Wenn es einige Zivilisationen schaffen, ihre KI zu kontrollieren und eine dauerhafte Symbiose aufzubauen, könnten sie überleben und zu interstellaren Entitäten werden. Diese seltenen Ausnahmen wären dann in der Lage, die Galaxie zu besiedeln, aber ihre Methoden könnten sich so sehr von unseren unterscheiden, dass sie uns völlig entgehen. Die Forscher fordern, unsere Suchkriterien zu erweitern, um Anzeichen fortschrittlicher KI anstelle einfacher Funksignale einzubeziehen.
In der Zwischenzeit geht die Suche nach außerirdischem Leben weiter. Teleskope wie das James-Webb-Weltraumteleskop könnten durch industrielle Aktivität veränderte Atmosphären oder Orbitstrukturen entdecken. Sollte sich jedoch die Hypothese der tödlichen KI bestätigen, müssen wir vielleicht akzeptieren, dass die kosmische Stille die Norm ist und nicht die Ausnahme.