Die Wissenschaftler des Dog Aging Project haben gerade eine erstaunliche Beobachtung gemacht: Die biologischen Signale der Langlebigkeit beim Menschen sind auch beim Hund vorhanden.
Ihre Arbeit, veröffentlicht in The Journals of Gerontology, zeigt, dass die Metaboliten – diese kleinen vom Körper produzierten Moleküle –, die mit einem frühen oder späten Tod in Verbindung stehen, ähnlich sind. Diese Spur ebnet den Weg zu einem besseren Verständnis des Alterns, sowohl beim Menschen als auch beim Hund.
Illustrationsbild Unsplash
Metaboliten spiegeln die zelluläre Aktivität wider. Um sie zu untersuchen, entnahmen die Wissenschaftler Blut von Hunden, die am Dog Aging Project teilnehmen, einem gemeinschaftlichen wissenschaftlichen Programm, bei dem die Besitzer sehr detaillierte Informationen über das Leben ihres Begleiters liefern. Durch die gleichzeitige Analyse Tausender Metaboliten identifizierten sie Muster, die mit einem mehr oder weniger schnellen Tod verbunden sind. Diese Biomarker sind nicht unbedingt die Todesursache, sondern helfen, die zugrunde liegenden biologischen Prozesse zu verstehen.
Um diese Signale zu überprüfen, verglich das Team seine Ergebnisse mit fünf großen Humanstudien zur Mortalität, die denselben metabolischen Ansatz verwenden. In allen Fällen waren die mit einem frühen oder späten Tod verbundenen Muster ähnlich. Diese Kohärenz stärkt die Annahme, dass Hunde und Menschen grundlegende Mechanismen des Alterns teilen.
Hunde sind für diese Art von Forschung besonders nützlich, weil sie den Alltag ihrer Besitzer teilen: Umgebung, Ernährung, körperliche Aktivität. Ihre kürzere Lebenserwartung (durchschnittlich 12 bis 13 Jahre) ermöglicht es, die Auswirkungen des Alterns viel schneller zu beobachten als beim Menschen. Diese Ähnlichkeiten bieten Wissenschaftlern die Möglichkeit, menschliches Wissen zu nutzen, um die Gesundheit von Hunden zu verbessern, und umgekehrt.
Das Dog Aging Project hat diese Studie ermöglicht, indem es eine große Menge an Daten über Begleithunde in den gesamten Vereinigten Staaten gesammelt hat. Die teilnehmenden Besitzer stellen jedes Jahr Informationen und biologische Proben zur Verfügung und schaffen so eine einzigartige Ressource zur Erforschung des Alterns. Laut Creevy ist das Engagement der Besitzer bemerkenswert und für die Forschung unerlässlich.