🍫 Schokolade mit verlangsamter Alterung in Verbindung gebracht

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Aging
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Das Altern folgt einem natürlichen Rhythmus, der jedoch von Person zu Person unterschiedlich zu sein scheint. Könnten bestimmte regelmäßig konsumierte Lebensmittel diesen Takt beeinflussen?

Ein Forschungsteam hat sich dieser Möglichkeit gewidmet, indem es die Auswirkungen einer in Kakao enthaltenen Verbindung auf mehrere biologische Marker des Alterns untersuchte. Jenseits des in unseren Ausweispapieren angegebenen Alters hat unser Körper nämlich ein biologisches Alter, das den Zustand unserer Zellen und Gewebe widerspiegelt. Die Identifizierung von Faktoren, die es beeinflussen können, ist ein vielversprechender Ansatz, um ein länger und gesünder Leben in Betracht zu ziehen.


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Eine in der Zeitschrift Aging veröffentlichte Arbeit berichtet, dass höhere Blutkonzentrationen von Theobromin mit Anzeichen einer verlangsamten biologischen Alterung verbunden sind. Diese Verbindung ist natürlicherweise in Kakaobohnen und somit in Schokolade enthalten. Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass sie dazu beitragen könnte, ein gesundes Altern über die Jahre hinweg zu fördern.

Um das biologische Altern zu messen, verwenden Forscher unter anderem epigenetische Veränderungen, also Veränderungen, die die Aktivität der Gene beeinflussen, ohne die DNA selbst zu verändern. Sie untersuchen auch die Länge der Telomere, jener schützenden Strukturen an den Enden der Chromosomen, die mit dem Alter tendenziell abnehmen. Zusammengenommen geben diese Indikatoren ein genaueres Bild des Alterungszustands einer Person als das bloße Geburtsdatum.

Die Studie stützte sich auf Daten von zwei wichtigen europäischen Kohorten. Bei 509 in der Studie TwinsUK beobachteten Frauen war eine höhere Theobromin-Konzentration mit einer langsameren epigenetischen Alterung verbunden, insbesondere gemäß der GrimAge-Uhr, die das Risiko für altersbedingte Krankheiten einschätzt. Ein identischer Zusammenhang wurde bei 1160 Männern und Frauen der deutschen KORA-Studie festgestellt, was die Robustheit der Ergebnisse in verschiedenen Bevölkerungsgruppen bestätigt.

Ein interessanter Aspekt dieser Arbeit liegt in der Spezifität des beobachteten Effekts. Dieser bleibt auch dann bestehen, wenn andere Substanzen wie Koffein sowie verschiedene Lebensstilfaktoren berücksichtigt werden. Darüber hinaus korrelieren höhere Theobromin-Spiegel mit längeren Telomeren, einem weiteren Indikator für eine abgeschwächte zelluläre Alterung.

Diese Forschung rät dennoch nicht dazu, mehr Schokolade zu essen. Denn diese enthält auch Zucker und Fette, die im Übermaß schädliche Auswirkungen haben können. Stattdessen beleuchtet sie die Bedeutung des Verständnisses, wie gängige Nahrungsbestandteile wie Theobromin die biologischen Alterungsprozesse beeinflussen können.

Diese Beobachtungen fügen sich in eine wachsende Zahl von Hinweisen ein, die darauf hindeuten, dass bestimmte pflanzliche Verbindungen dazu beitragen könnten, die Gesundheit langfristig zu unterstützen. Sie eröffnen somit neue Wege für die Entwicklung ernährungsbezogener Ansätze, die auf ein qualitativ hochwertigeres Altern abzielen.