Ihre tägliche Tasse Tee könnte viel mehr bieten als nur einen Moment der Entspannung. Eine aktuelle Analyse untersucht, wie dieses uralte Getränk verschiedene Aspekte unseres Wohlbefindens positiv beeinflusst und dabei manchmal überraschende Ergebnisse hinsichtlich seines präventiven Potenzials gegen bestimmte Beschwerden offenbart.
Tatsächlich deuten wissenschaftliche Arbeiten darauf hin, dass Tee, insbesondere grüner Tee, mit einer besseren kardiovaskulären Gesundheit verbunden ist. Ein mäßiger Konsum dieses Aufgusses scheint laut einer Reihe von Studien, die in einer Veröffentlichung zusammengefasst sind, das Risiko für Herzstörungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes zu verringern.
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Die getrunkene Menge spielt eine entscheidende Rolle für das Erzielen der positiven Effekte. Mehrere Analysen zeigen, dass zur Verringerung der Gesamt- und kardiovaskulären Sterblichkeit ein Konsum von etwa einer bis drei Tassen pro Tag empfohlen wird. Über diese Schwelle hinaus nehmen die Vorteile nicht nennenswert zu.
Eine Unterscheidung zwischen den Teesorten ist notwendig. Die im Handel erhältlichen Produkte, wie Flaschentees oder Bubble Teas, enthalten häufig zugesetzten Zucker oder Konservierungsmittel. Diese Zusätze können die natürlichen Vorzüge traditionell aufgebrühten Tees aus der Pflanze Camellia sinensis beeinträchtigen.
Neben dem Herzen könnte dieses Getränk auch die Gehirn- und Muskelfunktionen unterstützen. Beobachtungen verbinden den regelmäßigen Genuss mit einer Verlangsamung des kognitiven Abbaus bei Erwachsenen sowie einem besseren Erhalt der Muskelmasse bei Senioren, aufgrund von Verbindungen wie Theanin und Polyphenolen.
Dennoch sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Obwohl selten, können Kontaminanten wie Pestizide oder Schwermetalle in manchen Blättern vorkommen.
Daher ist die Wahl eines hochwertigen Tees und die eigene Zubereitung der beste Ansatz, um die Vorteile zu maximieren. Künftige Untersuchungen müssen die Langzeiteffekte von Sorten wie Schwarztee oder Oolong sowie den Einfluss der Anbaumethoden auf die Reinheit der Blätter genauer bestimmen.
Die Polyphenole: Die Schlüsselverbindungen im Tee
Polyphenole sind natürliche Substanzen, die in Pflanzen weit verbreitet sind, und Tee enthält einen interessanten Anteil davon. Diese Moleküle, insbesondere die Catechine, sind für viele der diesem Getränk zugeschriebenen positiven Wirkungen verantwortlich.
Ihr Hauptwirkmechanismus beruht auf antioxidativen Eigenschaften, die dazu beitragen, die Zellen vor Schäden durch oxidativen Stress zu schützen. Dies kann helfen, Entzündungen im Körper zu verringern, ein Phänomen, das mit mehreren chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht wird.
Der Polyphenolgehalt ist je nach Teesorte nicht gleich. Grüner Tee, weniger verarbeitet, enthält im Allgemeinen mehr davon als schwarzer Tee, was erklärt, warum er in Gesundheitsstudien häufig bevorzugt wird.
Diese Verbindungen interagieren mit dem Organismus, indem sie die Gefäßfunktion optimieren und bestimmte Stoffwechselprozesse modulieren, was ihren Zusammenhang mit einer besseren Herz- und kognitiven Gesundheit erklären kann.
Wie man seinen Tee zubereitet, um das Maximum herauszuholen
Um die Vorteile des Tees voll auszuschöpfen, ist es vorzuziehen, ihn selbst mit heißem Wasser aufzugießen. Diese Methode ermöglicht es, die Qualität der Zutaten zu kontrollieren und unerwünschte Zusatzstoffe zu vermeiden.
Es wird empfohlen, fertige Trinktees zu meiden, da sie oft Zucker oder künstliche Süßstoffe hinzufügen. Diese Elemente können die positiven Effekte der Polyphenole abschwächen und andere gesundheitliche Erwägungen mit sich bringen, wie eine mögliche Gewichtszunahme.
Temperatur und Ziehdauer sind wichtig. Kochendes Wasser oder eine übermäßige Ziehzeit können die nützlichen Verbindungen zerstören, während eine zu kurze Ziehzeit sie möglicherweise nicht ausreichend extrahiert.
Tee ohne Milch zu trinken kann vorteilhaft sein, da einige Milchproteine die Aufnahme der Polyphenole behindern könnten. Auf diese Weise fördert eine einfache Zubereitung eine bessere Aufnahme der wichtigen Nährstoffe.