Der Taillenumfang könnte ein viel zuverlĂ€ssigerer Indikator fĂŒr Herzrisiken sein als der Body-Mass-Index (BMI).
ĂberschĂŒssiges Bauchfett erhöht die Gefahren fĂŒr das Herz signifikant, selbst bei Menschen mit Normalgewicht. Dieses Ergebnis stammt aus einer Studie, die auf den wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association 2026 vorgestellt wurde.
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Das viszerale Fett, das sich um die inneren Organe wie Leber und Darm befindet, unterscheidet sich vom subkutanen Fett unter der Haut. Im Gegensatz zu letzterem ist es metabolisch sehr aktiv. Es setzt kontinuierlich Substanzen wie freie FettsÀuren und Zytokine in den Blutkreislauf frei.
Diese Substanzen tragen zu einer chronischen EntzĂŒndung im ganzen Körper bei. Diese anhaltende EntzĂŒndung kann die Immunantwort beeintrĂ€chtigen und oxidativen Stress fördern, was der Gesundheit der Zellen schadet. Die Auswirkungen sind besonders schĂ€dlich fĂŒr das Herz-Kreislauf-System: Dieser entzĂŒndliche Prozess kann die BlutgefĂ€Ăe schĂ€digen und die Herzfunktion beeintrĂ€chtigen, wodurch ein Umfeld geschaffen wird, das Herzprobleme begĂŒnstigt.
Messungen wie der Taillenumfang oder das VerhĂ€ltnis von Taille zu KörpergröĂe zeigten eine stĂ€rkere Korrelation mit dem Auftreten von Herzinsuffizienz als der BMI. Bei 112 beobachteten FĂ€llen waren diese Parameter signifikant prĂ€diktiver, was auf die Bedeutung der Fettverteilung und nicht der Gesamtmenge hinweist.
Diese Erkenntnisse könnten die Praxis der medizinischen PrĂ€vention verĂ€ndern. Die Integration der Taillenumfangsmessung in Routineuntersuchungen wĂŒrde es ermöglichen, Risikopersonen frĂŒher zu identifizieren.