🎮 Videospiele: Jenseits dieser Grenze geht alles schief, und das ist brutal

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Nutrition
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Wissenschaftler befragten mehr als dreihundert junge Erwachsene, um deren wöchentliches Videospielverhalten zu bewerten. Sie verglichen anschließend diese Nutzungsgewohnheiten mit verschiedenen Gesundheitsindikatoren wie Ernährung, Schlaf und Körpergewicht.

Die gesammelten Daten zeigen, dass die Unterschiede zwischen sehr gelegentlichen Spielern und denen, die ein intensiveres, aber noch maßvolles Spielverhalten an den Tag legen, nicht bedeutend sind. Erst ab einer bestimmten Schwelle kippt alles.


Illustrationsbild Pixabay

Ein deutlicher Wandel setzt ab zehn Stunden Spielzeit pro Woche ein. Junge Erwachsene, die diese Grenze überschreiten, weisen tatsächlich eine schlechtere Ernährungsqualität auf. Ihr mittlerer Body-Mass-Index erreicht 26,3, während er bei weniger eifrigen Spielern bei etwa 22 bleibt. Darüber hinaus steht jede zusätzliche Spielstunde in Zusammenhang mit einer Verringerung der Vielfalt und Qualität der konsumierten Lebensmittel.

Der Schlaf ist ein weiterer Aspekt, der Aufmerksamkeit verdient. Obwohl bei allen Gruppen Schlafstörungen festgestellt wurden, sind diese bei den Vielspielern ausgeprägter. Lange nächtliche Spielesitzungen bringen die Ruhezyklen durcheinander, was Konzentration und Energie während des Tages beeinflussen kann.

Mario Siervo, Hauptautor der in Nutrition veröffentlichten Studie, präzisiert, dass nicht das Spielen an sich problematisch ist, sondern dessen übermäßiges Ausmaß. Seinen Beobachtungen zufolge neigen die angewöhnten Verhaltensweisen dazu, bis ins Erwachsenenalter bestehen zu bleiben, was die frühzeitige Festlegung von Grenzen sinnvoll macht.

Es ist durchaus möglich, Videospiele zu genießen, ohne die eigene Gesundheit zu gefährden. Die Forscher betonen die Bedeutung, Zeitfenster für ausgewogene Mahlzeiten, körperliche Aktivität und eine feste Schlafenszeit beizubehalten. Spätabends nicht zu spielen und regelmäßige Pausen einzulegen, gehören zu den einfach umzusetzenden Ratschlägen.

Diese Untersuchung beweist keinen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, zeigt aber eine klare Korrelation auf. Für junge Erwachsene scheint es ein naheliegender Ansatz zu sein, das Spielen in moderaten Grenzen zu halten, um ihre Gesundheit langfristig zu erhalten.

Die Auswirkung von Bildschirmen auf den Schlafzyklus


Das von Bildschirmen – einschließlich denen von Konsolen und Computern – abgegebene Blaulicht beeinflusst unsere innere Uhr. Es verzögert die Produktion von Melatonin, dem Hormon, das dem Körper das Signal gibt, sich auf die Ruhephase vorzubereiten. Wenn man spätabends spielt, kann diese Störung das Einschlafen erschweren und die Qualität des Tiefschlafs beeinträchtigen.

Ein fragmentierter oder verkürzter Schlaf beeinträchtigt die körperliche und geistige Erholung. Er kann zu verminderter Wachsamkeit am nächsten Tag, ausgeprägterer Reizbarkeit und Schwierigkeiten beim Merken führen. Bei Studenten kann dies die Lernfähigkeit und die Ergebnisse beeinträchtigen.

Um diese Folgen abzumildern, wird empfohlen, mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen alle Bildschirmaktivitäten einzustellen. Ruhige Beschäftigungen wie das Lesen eines gedruckten Buches oder das Hören von sanfter Musik zu bevorzugen, ermöglicht es dem Körper, sich natürlich zu entspannen. Eine feste Schlafroutine einzuführen, hilft ebenfalls, die biologische Uhr zu regulieren.

Die Anpassung der Umgebung ist eine weitere Möglichkeit: die Helligkeit des Bildschirms am Abend zu verringern oder Softwarefilter zu verwenden, die das Blaulicht abschwächen. Diese einfachen Maßnahmen können dazu beitragen, die Schlafqualität besser zu bewahren, selbst für leidenschaftliche Videospieler.