❄️ Warum haben manche Menschen immer kalte Hände?

Veröffentlicht von Adrien,
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Manche Menschen scheinen im Winter besonders anfällig für kalte Hände zu sein. Selbst bei mäßigen Raumtemperaturen bleiben ihre Hände kühl, manchmal fast eiskalt. Dieses Phänomen lässt sich hauptsächlich durch die Art und Weise erklären, wie der Körper die Durchblutung reguliert.

Der menschliche Körper hält seine innere Temperatur bei etwa 37 °C. Um dies zu erreichen, passt der Organismus ständig den Blutkreislauf an. Sinkt die Außentemperatur, ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen. Dieser Mechanismus, Vasokonstriktion genannt, reduziert den Wärmeverlust nach außen. Die Extremitäten des Körpers, wie Finger oder Zehen, erhalten dann weniger warmes Blut.


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Bei manchen Menschen ist diese physiologische Reaktion ausgeprägter. Die kleinen Blutgefäße in den Händen ziehen sich schneller oder stärker bei Kälte zusammen. Die Durchblutung nimmt stärker ab, was zu einem lokalen Temperaturabfall der Haut führt. Die Hände werden kalt. Dieses Phänomen lässt sich durch die Aktivierung des sympathischen Nervensystems erklären, das die Hautgefäßverengung hervorruft, wie aktuelle physiologische Arbeiten beschreiben.

Die Körperzusammensetzung kann ebenfalls eine Rolle spielen. Das Unterhautfettgewebe wirkt als Wärmeisolator. Menschen mit einem geringeren Fettanteil, insbesondere an den Extremitäten, verlieren leichter Wärme. Die Hände kühlen dann schneller ab, wenn die Temperatur sinkt.

Auch hormonelle und metabolische Unterschiede spielen eine Rolle. Frauen berichten häufiger von kalten Händen als Männer. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass dies mit einer unterschiedlichen Verteilung der Durchblutung und einer durchschnittlich geringeren Muskelmasse zusammenhängen kann. Muskeln produzieren bei Arbeit Wärme, was die Thermoregulation beeinflusst.

In manchen Fällen können spezifischere Phänomene eine Rolle spielen. Das Raynaud-Syndrom beispielsweise verursacht eine übermäßige Verengung der Fingergefäße als Reaktion auf Kälte oder Stress. Die Finger können dann sehr blass oder bläulich werden, bevor sie ihre normale Farbe zurückerhalten, sobald die Durchblutung wieder einsetzt. Dieser pathologische Mechanismus ist in der medizinischen Literatur gut beschrieben.

In den meisten Fällen bleiben kalte Hände ein normales Phänomen, das mit der Wärmeregulation des Körpers zusammenhängt. Der Organismus priorisiert den Schutz der lebenswichtigen Organe im Brust- und Bauchraum. Die Extremitäten dienen dann als Anpassungszone, um den Wärmeverlust zu begrenzen. Diese Strategie ermöglicht es dem Körper, seine innere Temperatur stabil zu halten, auch wenn sie sich manchmal in besonders kalten Fingern äußert... Und in den Bemerkungen der Personen bei Berührung.