đŸŒČ Warum manche BergwĂ€lder nach oben wandern 
 und andere nach unten

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Die ErwĂ€rmung treibt nicht alle BĂ€ume in den Bergen in dieselbe Richtung. Manche Arten gewinnen rasch an Höhe, andere scheinen dagegen in tiefere Lagen vorzurĂŒcken. Eine globale Studie fĂŒhrt diesen Unterschied darauf zurĂŒck, wie jede Art Wasser transportiert und der Trockenheit widersteht.

Um diese Bewegung zu verstehen, haben die Autoren mehrere DatensĂ€tze zusammengetragen. Sie analysierten Jahrringserien von 121.743 BĂ€umen aus 45 Arten. Außerdem nutzten sie Beobachtungen von Höhenverschiebungen bei 102 Arten und verglichen diese Informationen mit 11 Eigenschaften, die mit der Hydraulik der BĂ€ume zusammenhĂ€ngen.

Pexels-Illustrationsbild

Diese hydraulischen Eigenschaften beschreiben unter anderem, wie das Wasser in BlĂ€ttern und StĂ€ngeln zirkuliert. Sie geben auch Aufschluss ĂŒber die WiderstandsfĂ€higkeit einer Pflanze gegen Trockenheit. Zwei Arten im selben Gebirge können daher unterschiedlich auf einen vergleichbaren Temperaturanstieg reagieren.

Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Gegensatz. Arten, deren Wachstum stark auf Hitze oder Wassermangel reagiert, folgen der ErwĂ€rmung tendenziell in höhere Lagen. Arten hingegen, die gegenĂŒber diesen Belastungen resistenter sind, weisen vermehrt Merkmale auf, die mit einer Ausbreitung hangabwĂ€rts verbunden sind.

Die Temperatur allein reicht also nicht aus, um die Richtung vorherzusagen, die ein Wald einschlÀgt.

Die Jahrringanalyse liefert eine weitere Erkenntnis. Bei fast einem Drittel der untersuchten Arten hat sich das VerhÀltnis zwischen Höhenlage, Trockenheit und Wachstum im Laufe der Zeit verÀndert. Eine Population, die weiter oben oder weiter unten an einem Hang liegt, reagiert also Jahrzehnte spÀter nicht unbedingt auf dieselbe Weise auf das Klima.

Die Autoren haben außerdem getestet, ob die Unterschiede bei der ErwĂ€rmung zwischen den Regionen die beobachteten Bewegungen allein erklĂ€ren. FĂŒr die 45 Arten, fĂŒr die entsprechende Daten vorlagen, war dieser Zusammenhang statistisch nicht signifikant. Die Eigenschaften der BĂ€ume selbst liefern also eine zusĂ€tzliche Information, um zu verstehen, warum sich ihre Verbreitungsgebiete unterschiedlich entwickeln.

Dieser Punkt ist wichtig, um die Zukunft der BergwĂ€lder abzuschĂ€tzen. Nach oben zu wandern bietet keinen unbegrenzten Raum, denn die verfĂŒgbare FlĂ€che nimmt mit zunehmender Höhe in der Regel ab. Die Forschenden schlagen nun vor, die hydraulischen Eigenschaften der Arten in Modelle einzubeziehen, die die Neuordnung der WĂ€lder unter einem sich weiter erwĂ€rmenden Klima vorhersagen sollen.