🌡️ Die aktuelle europäische Hitzewelle ist historisch

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Europäische Weltraumorganisation
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Europa erlebt eine frühe Hitzewelle von seltener Intensität. Die Satelliten im Orbit liefern uns ein eindrucksvolles Bild davon. Die Messungen des Satelliten Sentinel-3 zeigen beispielsweise Oberflächentemperaturen von bis zu 40 °C im Süden des Kontinents, mit Rekorden bis nach Großbritannien. Diese Hitzewelle, die vor dem Sommer auftritt, überrascht durch ihre Stärke und Ausdehnung.

So überstieg das Quecksilber in London die 35 °C, während die Mai-Normalwerte zwischen 10 und 19 °C liegen. Auch in Ungarn, Spanien, Italien, Deutschland und der Schweiz steigen die Temperaturen. Diese Werte, die weit über den saisonalen Durchschnitten liegen, zeigen ein außergewöhnliches meteorologisches Ereignis.


Die Hitzewelle in Europa, gesehen vom Satelliten Sentinel-3.
Bildnachweis: modifizierte Copernicus Sentinel-Daten (2026), bearbeitet von der ESA

Sentinel-3 ist Teil des Copernicus-Programms, einer Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation. Der 2018 gestartete Satellit beobachtet die Ozeane und Landflächen, um Umweltveränderungen zu verfolgen. Er misst die Oberflächentemperatur mit bemerkenswerter Präzision und bietet einen globalen Blick auf Klimaphänomene.

Wissenschaftler bringen diese extremen Hitzeperioden mit dem Klimawandel in Verbindung. Peter Thorne von der Maynooth University weist darauf hin, dass solche Ereignisse aufgrund der globalen Erwärmung wahrscheinlicher und intensiver werden. Die in Frankreich und Großbritannien gebrochenen Rekorde werden als 'verblüffend' bezeichnet.

Erdbeobachtungsmissionen wie Sentinel-3 spielen eine Schlüsselrolle für das Verständnis unseres Planeten. Vom Weltraum aus liefern sie Daten über die Klimaentwicklung. Diese Informationen helfen, Hitzewellen vorherzusagen und sich besser auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.