Les bloqueurs de pubs mettent en péril la gratuité de ce site.
Autorisez les pubs sur Techno-Science.net pour nous soutenir.
▶ Poursuivre quand même la lecture ◀
🦕 Ein seltsamer argentinischer Riesendinosaurier, eine Mischung aus zwei großen Familien
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:PeerJ Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Eine Kuriosität der Evolution wurde soeben in Argentinien ausgegraben. Ein neuer langhalsiger Dinosaurier namens Bicharracosaurus dionidei weist eine erstaunliche Mischung von Merkmalen aus zwei deutlich unterschiedlichen Sauropodengruppen auf.
Dieses Exemplar, das vor etwa 155 Millionen Jahren auf dem Superkontinent Gondwana lebte, war etwa 20 Meter lang. Obwohl es kleiner war als einige seiner Verwandten, besitzt es eine einzigartige Wirbelsäule. Die Paläontologen legten mehr als dreißig Wirbel, Rippen und einen Teil des Beckens frei – genug, um zu bestätigen, dass es sich um einen gesunden Erwachsenen handelte.
Rekonstruktion von Bicharracosaurus dionidei. Bildnachweis: Felipe Cutro-Lev
Die Analyse seiner Knochen offenbarte eine unerwartete Zusammensetzung. Einige Wirbel ähneln denen von Giraffatitan, einem Brachiosaurier aus Afrika, während andere eher an die Diplodocus Nordamerikas erinnern. Diese Mischung von Merkmalen war bei einem Sauropoden der südlichen Hemisphäre für diesen Zeitraum noch nie beobachtet worden.
Laut den Forschern wäre Bicharracosaurus dionidei der erste Brachiosauridae aus dem Jura, der in Südamerika entdeckt wurde. Bisher stammten die Erkenntnisse über die Evolution der Sauropoden des Oberjura fast ausschließlich von Fossilien aus der nördlichen Hemisphäre, hauptsächlich aus Nordamerika und Tansania.
Der Artname ehrt seinen Entdecker, den Hirten Dionide Mesa, der die ersten Knochen auf seiner Farm in Patagonien fand. Der Gattungsname Bicharracosaurus stammt von einem umgangssprachlichen spanischen Begriff für „großes Tier“. Die Fossilien werden nun im Paläontologischen Museum Egidio Feruglio in Trelew, Argentinien, aufbewahrt.
Wirbel von Bicharracosaurus in Vorbereitung im Paläontologischen Museum Egidio Feruglio. Bildnachweis: Amalia Villafañe
Diese Entdeckung schließt eine wichtige Lücke im Verständnis der Evolution der Sauropoden auf der Südhalbkugel. Sie zeigt, dass die Vielfalt dieser Tiere weitaus größer war als angenommen, und dass Austausch zwischen verschiedenen Linien wahrscheinlich viel früher stattfand als erwartet.