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💤 Gehören Sie zum Typ Nachteule oder Frühaufsteher? Die Antwort ist nicht so einfach
Veröffentlicht von Adrien, Quelle: McGill University Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Die bekannten Begriffe "Nachteule" und "Frühaufsteher", die seit langem in der Schlafforschung verwendet werden, erfassen nicht wirklich die Vielfalt der biologischen Uhren des Menschen, wie eine neue Studie zeigt.
Die von der McGill University geleitete und in Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass die beiden zuvor genannten Wach-Schlaf-Muster, sogenannte "Chronotypen", insgesamt fünf biologische Subtypen umfassen, die mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Gesundheitszuständen verbunden sind.
Foto: Polina Kovaleva / Pexels
Der Chronotyp ist die Neigung einer Person, sich zu bestimmten Zeiten innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums auf natürliche Weise wach oder schläfrig zu fühlen. Frühere Studien haben Abend-Chronotypen mit einer schlechteren Gesundheit in Verbindung gebracht, aber es gibt viele Ungereimtheiten in diesen Ergebnissen. Vor dem Hintergrund der neuen Studie versteht man besser warum, betonen die Autoren.
"Anstatt sich zu fragen, ob Nachteulen stärker gefährdet sind, wäre es vielleicht besser zu fragen, welche Nachteulen am anfälligsten sind und warum", bemerkt Le Zhou, Hauptautor und Doktorand im Integrated Program in Neuroscience der McGill University.
Nachteulen, Frühaufsteher... und alles dazwischen
Mithilfe von KI analysierte das Forschungsteam Gehirnbilddaten, Fragebogenantworten und medizinische Aufzeichnungen von mehr als 27.000 Erwachsenen aus der UK Biobank. Dazu nutzte es die Rechenressourcen des McConnell Brain Imaging Centre und arbeitete mit Wissenschaftlern der Universität Montreal und der Universität Oxford zusammen.
Ihre Analyse brachte drei Typen von Nachteulen und zwei Typen von Frühaufstehern ans Licht.
Auf der Seite der Frühaufsteher war eine Gruppe die mit insgesamt den wenigsten Gesundheitsproblemen; bei der anderen wurde ein enger Zusammenhang mit Depressionen beobachtet.
Auf der Seite der Nachteulen schnitt eine Gruppe bei kognitiven Tests besser ab als andere, hatte aber größere Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Bei einer anderen wurde eine Tendenz zu risikoreichem Verhalten und Herz-Kreislauf-Problemen festgestellt, und bei der dritten Gruppe eine höhere Wahrscheinlichkeit für Depressionen, Rauchen und Herzkrankheiten.
"Nicht nur die Schlaf- oder Aufwachzeit definiert diese Subtypen. Sie sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Faktoren im Zusammenhang mit der Genetik sowie der Umwelt und dem Lebensstil", erklärt Danilo Bzdok, außerordentlicher Professor in der Abteilung für biomedizinische Technik an der McGill University, Inhaber eines Canada-CIFAR AI Chair am Mila und leitender Autor des Artikels.
Anstatt eine qualitative Einstufung der Wach-Schlaf-Typen vorzunehmen, zeigt das Forschungsteam, dass die fünf Profile jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.
Ein personalisierter Ansatz für einen erholsameren Schlaf
Die Vielfalt der Wach-Schlaf-Profile ermöglicht es uns zu verstehen, warum ein Schlafplan für eine Person passen kann und für eine andere überhaupt nicht; sowohl in der Forschung als auch in der Behandlung von Schlafstörungen muss man sich daher personalisierten Ansätzen zuwenden.
"In dieser digitalen und postpandemischen Zeit haben sich die Schlafgewohnheiten noch nie so sehr von Person zu Person unterschieden", betont Le Zhou. "Ein besseres Verständnis dieser biologischen Vielfalt könnte zu stärker personalisierten Ansätzen sowohl für Arbeitszeiten als auch für die Begleitung in Schlaf- und psychischen Gesundheitsfragen führen."
Das Team möchte nun genetische Daten analysieren, um festzustellen, ob die Subtypen der Chronotypen biologisch und somit angeboren sind.
Die Studie
Der Artikel "Latent brain subtypes of chronotype reveal unique behavioral and health profiles across population cohorts" von Le Zhou, Danilo Bzdok et al. wurde in der Zeitschrift Nature Communications. veröffentlicht