🐟 Goldfische, die freigelassen werden, stören Seen erheblich

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Journal of Animal Ecology
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Der Goldfisch, dieser so banale Aquarienfisch, kann jedoch tiefgreifende ökologische Veränderungen auslösen, sobald er in die freie Natur entlassen wird. Ein kontrolliertes Experiment zeigt, wie diese Fische ihre Umwelt verändern, ein überraschendes Ergebnis.

Forscher der Universitäten von Toledo und Missouri führten Experimente in Außen-Mesokosmen durch, die natürliche Seen nachbildeten. Sie setzten Goldfische in nährstoffarme und nährstoffreiche Ökosysteme ein und verfolgten die Veränderungen. Dieser Ansatz ermöglichte es, die direkten Auswirkungen des Goldfisches auf die aquatische Umwelt zu isolieren.


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Die Ergebnisse zeigen einen schnellen Rückgang der Wassertransparenz in nährstoffreichen Systemen, begleitet von einer Zunahme der Schwebeteilchen. Dieses Phänomen entspricht dem, was Ökologen einen Regimewechsel nennen, bei dem das Ökosystem in einen degradierten Zustand übergeht, dessen Rückkehr zur Normalität schwierig und kostspielig ist.

Die Goldfische verursachten auch einen Rückgang von Schnecken, Flohkrebsen und Zooplankton, die die Basis aquatischer Nahrungsnetze bilden. Einheimische Fische wiesen eine verminderte Körperkondition auf, ein Zeichen für langfristig schlechte Gesundheit. Kein Seetyp blieb verschont, selbst nährstoffarme Gewässer erlitten Schäden.

Der weltweite Heimtierhandel transportiert Arten über Kontinente hinweg. Goldfische, zu den am weitesten verbreiteten, können invasive Populationen bilden, wenn sie in Flüsse oder Seen entlassen werden. Für Besitzer, die ihren Goldfisch nicht mehr behalten können, gibt es Alternativen: ihn in die Tierhandlung zurückbringen oder einem Aquarianer schenken.