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👀 Im Jahr 2029 können Sie Apophis mit bloßem Auge sehen: Hier können Sie den Asteroiden beobachten
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:NASA Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Am 13. April 2029 wird ein außergewöhnliches Ereignis stattfinden: Der Asteroid (99942) Apophis wird die Erde in nur 31.600 km Entfernung streifen – also näher als die geostationären Satelliten. Dieser weltraumfelsen von der Größe eines Wolkenkratzers wird für einen großen Teil der Menschheit mit bloßem Auge sichtbar sein.
Seine Flugbahn ist perfekt bekannt und stellt keine Gefahr dar, was eine seltene Gelegenheit bietet, einen Asteroiden aus nächster Nähe zu beobachten.
Die Sichtbarkeit von Apophis beginnt über Australien. Der Asteroid wird wie ein heller Punkt aussehen, der sich langsam über den Himmel bewegt, etwa so schnell wie die Breite des Vollmonds pro Minute. Das Schauspiel wird etwa sieben Stunden dauern und über dem Nordatlantik enden.
Fast 3,9 Milliarden Menschen werden ihn ohne Instrumente betrachten können. Der Himmel muss klar und die Lichtverschmutzung gering sein, um eine optimale Beobachtung zu ermöglichen.
Dieser Vorbeiflug ist eine seltene wissenschaftliche Gelegenheit. Die Erdanziehungskraft wird die Umlaufbahn des Asteroiden um die Sonne verändern, ohne eine zukünftige Gefahr zu schaffen. Die Gezeitenkräfte könnten den Felsen auch komprimieren und dehnen, was Erdrutsche auslösen oder bislang verborgene Materialien aus der Tiefe freilegen könnte. Die Forscher wissen noch nicht, wie stark diese Effekte sein werden, und planen, den Asteroiden aus nächster Nähe zu beobachten.
Moment der größten Helligkeit von Apophis von der Erde aus gesehen zum Zeitpunkt der größten Annäherung. Bildnachweis: Eclipseatlas.com
Der Asteroid Apophis wurde 2004 entdeckt und löste damals Besorgnis aus: ein Einschlagrisiko von 1 zu 37 für das Jahr 2029. Präzise Beobachtungen haben seitdem jede Kollision für mindestens hundert Jahre ausgeschlossen. Heute wiederholen Wissenschaftler selbstbewusst: "Apophis wird gefahrlos an der Erde vorbeiziehen."
Die Teleskope der Kanarischen Inseln und anderer Standorte werden auf den Asteroiden gerichtet sein. "Wir werden viel lernen, egal was passiert", sagte ein Planetologe des MIT. Ob der Asteroid auf die Erdanziehung reagiert oder nicht – jeder gesammelte Datensatz wird wertvoll sein.