Eine Studie der Universität Adelaide verfolgte über 18 Monate mehr als 200 erwachsene Übergewichtige. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: intermittierendes Fasten, kontinuierliche Kalorienrestriktion und eine Standardgruppe ohne spezielle Diät. Ziel war es, die psychologischen und verhaltensbezogenen Auswirkungen dieser Ansätze zu vergleichen.
In der Gruppe mit intermittierendem Fasten konsumierten die Freiwilligen an drei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche 30 % ihres Energiebedarfs zwischen 8 Uhr und 12 Uhr, gefolgt von einer 20-stündigen Fastenperiode. An den anderen Tagen konnten sie ohne Einschränkungen essen. Die Gruppe mit Kalorienrestriktion folgte einer klassischen Diät mit 70 % ihrer üblichen Kalorienzufuhr.
Bild zur Veranschaulichung Pixabay
Nach sechs Monaten hatten diese beiden Gruppen etwa 7 Kilogramm verloren, im Vergleich zu 2 Kilogramm in der Standardgruppe. Auch Verbesserungen der Stimmung und des Wohlbefindens wurden festgestellt.
Der bemerkenswerte Unterschied lag in der Wahrnehmung des Aufwands. Die Anhänger des intermittierenden Fastens verspürten nicht das Bedürfnis, ihre Nahrungsaufnahme ständig zu überwachen. Im Gegensatz dazu mussten die Teilnehmer der Kalorienrestriktion bewusst darauf achten, nicht zu viel zu essen.
Professorin Leonie Heilbronn, Hauptautorin der Studie, erklärt, dass intermittierendes Fasten auf Wegen wirken könnte, die weniger von bewusster Einschränkung abhängen. Dieser Ansatz könnte für Menschen, die mit herkömmlichen Diäten Schwierigkeiten haben, leichter durchzuhalten sein.
Der Stoffwechsel während des Fastens
Während des intermittierenden Fastens verbraucht der Körper zunächst seine Glykogenspeicher und beginnt dann, Fett zur Energiegewinnung zu verbrennen. Dieser als Ketose bezeichnete Prozess kann zu Gewichtsverlust führen, ohne dass die gesamte Kalorienzufuhr über die Woche reduziert werden muss. Der Insulinspiegel sinkt, was die Insulinsensitivität verbessert und die Blutzuckerkontrolle erleichtert. Darüber hinaus kann das Sättigungshormon Leptin beeinflusst werden, wodurch sich das Hungergefühl verändert.
Die Fastenperioden verändern auch die Spiegel anderer Hormone wie Adiponektin, das eine Rolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels spielt. Ein Anstieg dieses Hormons wird mit einer besseren Stoffwechselgesundheit in Verbindung gebracht. Darüber hinaus kann das Fasten Autophagie auslösen, einen zellulären Reinigungsprozess, der beschädigte Bestandteile entfernt.
Dieser Mechanismus wird auf seine potenziellen Anti-Aging- und schützenden Wirkungen untersucht. Die meisten Daten stammen jedoch aus Tierversuchen, und die Auswirkungen beim Menschen müssen noch bestätigt werden.