🍟 Junkfood verwandelt Ihre Muskelfasern in Fett
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:Radiology Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Stark verarbeitete Lebensmittel – diese industriellen Produkte voller Zusatzstoffe – könnten eine unerwartete Wirkung auf unsere Muskeln haben. Eine aktuelle Studie zeigt nämlich, dass ein hoher Konsum mit einer Fettansammlung in den Oberschenkelmuskeln verbunden ist, was das Risiko für Kniearthrose erhöhen könnte.
Diese unerwartete Entdeckung verändert unseren Blick auf die Rolle der Ernährung für die Gelenkgesundheit.
Illustrationsbild Pixabay
Forscher der University of California in San Francisco untersuchten 615 Teilnehmer im Durchschnittsalter von 60 Jahren, alle mit Risikofaktoren, aber zu Beginn der Studie ohne Anzeichen von Arthrose. Ein Jahr lang analysierten sie deren Ernährung und stellten fest, dass etwa 41 % der verzehrten Lebensmittel als stark verarbeitet eingestuft wurden. Häufige Beispiele sind gezuckerte Cerealien, verpackte Snacks, Erfrischungsgetränke und Fertiggerichte.
Die Ergebnisse, veröffentlicht in Radiology, zeigen, dass MRT-Aufnahmen der Oberschenkel eine Fettinfiltration in den Muskeln offenbarten, bei der Fettstreifen nach und nach die Muskelfasern ersetzen. Dieses Phänomen, bekannt als Fettdegeneration, war bei denjenigen stärker ausgeprägt, die mehr stark verarbeitete Lebensmittel konsumierten, unabhängig von ihrer gesamten Kalorienaufnahme.
Der Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung von körperlicher Aktivität, Gewicht und anderen Faktoren bestehen. Dr. Zehra Akkaya, Hauptautorin, erinnert daran, dass Kniearthrose ein wachsendes globales Gesundheitsproblem ist, das stark mit Fettleibigkeit und schlechten Ernährungsgewohnheiten verbunden ist. Diese Studie zeigt die Bedeutung der Ernährungsqualität über die reine Kalorienzählung hinaus.
MRT der Oberschenkel zweier Frauen mit ähnlichem Alter, BMI und Aktivität. Frau B mit abdominaler Fettleibigkeit und mehr stark verarbeiteten Lebensmitteln wies mehr Fett in den Muskeln auf als Frau A. Quelle: Radiological Society of North America (RSNA)
Die gute Nachricht: Weniger stark verarbeitete Lebensmittel könnten die Muskelqualität schützen und das Arthroserisiko senken. Die Forscher betonen, dass Diäten zur Gewichtsreduktion mehr auf die Lebensmittelqualität achten sollten, nicht nur auf die Kalorienbeschränkung. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität bleiben die Grundpfeiler der Prävention.
Diese bahnbrechende Studie, die erste, die MRT zur Bewertung der Auswirkungen stark verarbeiteter Lebensmittel auf die Muskelzusammensetzung einsetzt, ebnet den Weg für neue Strategien zur Bekämpfung von Kniearthrose. Indem man veränderbare Faktoren wie die Ernährung anspricht, kann man hoffen, die Belastung durch diese lähmende Krankheit zu verringern.