🌡️ Ist Ihr Schlafzimmer zu warm? Entdecken Sie, wie sich das auf Ihre Gesundheit auswirkt

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: BMC Medicine
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Die Temperatur Ihres Schlafzimmers könnte Ihr Stresslevel während des Schlafs beeinflussen.

Forscher der Griffith University in Australien führten eine Untersuchung durch, bei der sie Erwachsene über 65 Jahre in ihrem eigenen Zuhause begleiteten. Sie verwendeten Aktivitäts-Tracker und Temperatursensoren, um Daten über einen ganzen Sommer hinweg zu sammeln. Das Ziel war es, zu verstehen, wie nächtliche Wärme das Herz und die Erholungsfähigkeit des Körpers beeinträchtigt, und dabei die künstlichen Bedingungen von Laboren zu vermeiden.


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Wenn der Körper Hitze ausgesetzt ist, muss das Herz stärker arbeiten, um Blut zur Haut zu pumpen und die Wärme abzuleiten. Laut Dr. O'Connor kann diese Erhöhung der Herzfrequenz Stress erzeugen und die Möglichkeit verringern, sich von den Hitzeeinwirkungen des Tages zu erholen. Für Senioren, deren Körper weniger an Temperaturschwankungen angepasst ist, ist dieser Effekt noch ausgeprägter, was erklärt, warum sie an warmen Nächten anfälliger sind.

Die Studie fand unter realen Bedingungen mit 47 Teilnehmern statt, die während des australischen Sommers mit Tracking-Geräten ausgestattet wurden. Die Schlafzimmertemperaturen wurden alle zehn Minuten aufgezeichnet, und die Schlafenszeiten wurden zwischen 21 Uhr und 7 Uhr morgens analysiert. Dieser Ansatz liefert repräsentative Daten des Alltagslebens und gibt einen genauen Einblick in Schlafgewohnheiten und häusliche Umgebungen.

Die Ergebnisse zeigten, dass bei Temperaturen über 24°C die Herzfrequenzvariabilität abnimmt, was auf eine weniger effektive autonome Erholung hindeutet. Zum Beispiel steigt die Wahrscheinlichkeit von Störungen zwischen 24 und 26°C um 40%, und diese Wahrscheinlichkeit nimmt mit der Wärme zu. Höhere Nachttemperaturen sind auch mit einer schnelleren Herzfrequenz und einer Dominanz des sympathischen Nervensystems verbunden, das mit Stress assoziiert wird.

Mit dem Klimawandel werden warme Nächte häufiger, was Konsequenzen für die kardiovaskuläre Gesundheit älterer Menschen haben könnte. Dr. O'Connor merkt an, dass es im Gegensatz zu den festgelegten Tagesgrenzen von 26°C noch keine offiziellen Empfehlungen für Nachttemperaturen gibt. Diese Lücke unterstreicht die Bedeutung weiterer Forschung, um häusliche Praktiken und öffentliche Gesundheitspolitiken zu leiten.

Diese Arbeit, veröffentlicht in BMC Medicine, liefert nützliche Informationen, um die Schlafumgebung anzupassen. Durch die Aufrechterhaltung einer kühlen Temperatur kann eine bessere nächtliche Erholung gefördert und die allgemeine Gesundheit von Senioren, die besonders anfällig für Hitzeeffekte sind, verbessert werden. Diese Erkenntnisse regen dazu an, Klimaanlagen oder Belüftung als einfache Werkzeuge zur Verbesserung des Wohlbefindens zu betrachten.