Für viele Jugendliche und Studierende bedeutet die Schulwoche kurze Nächte, zwischen Hausaufgaben, Aktivitäten und Teilzeitjobs. Kann man dieses Schlafdefizit unter der Woche am Wochenende wieder ausgleichen?
Eine kürzliche Veröffentlichung im Journal of Affective Disorders liefert eine ermutigende Antwort. Diese Forschung, die von US-amerikanischen Universitäten auf der Grundlage nationaler Daten durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren, die am Wochenende länger schlafen, um zu kurze Nächte auszugleichen, ein um 41 % geringeres Risiko für depressive Symptome haben als diejenigen, die dies nicht tun. Es zeigt sich somit ein direkter Zusammenhang zwischen zusätzlichem Schlaf und besserer psychischer Gesundheit.
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Die Studie stützte sich auf die von den Teilnehmern einer großen nationalen Umfrage berichteten Schlafgewohnheiten. Die Wissenschaftler verglichen die durchschnittliche Schlafdauer unter der Woche und am Wochenende, um das Phänomen des Nachholens zu bewerten. Gleichzeitig beschrieben die Jugendlichen ihren emotionalen Zustand, was es ermöglichte, diejenigen zu identifizieren, die Anzeichen von Depressionen zeigten, wie anhaltende Traurigkeit.
Diese Methode zeigt, dass selbst bei verkürzten Wochennächten der zusätzliche Schlaf am Wochenende eine schützende Rolle spielen kann. Experten betonen, dass das Ziel von acht bis zehn Stunden Schlaf pro Nacht ideal bleibt, aber sie erkennen an, dass die meisten Jugendlichen diesen Rhythmus aufgrund ihrer vielen Verpflichtungen nur schwer einhalten können.
Ein biologischer Faktor trägt zu diesen Schwierigkeiten bei. Während der Adoleszenz verändern sich die zirkadianen Rhythmen, die das Einschlafen steuern, natürlich, was Jugendliche dazu veranlasst, Nachteulen zu werden. Sie neigen dann dazu, später einzuschlafen, selbst wenn sie müde sind, was im Widerspruch zu den oft frühen Schulzeiten steht.
Depressionen sind eine Hauptursache für alltägliche Schwierigkeiten bei den 16- bis 24-Jährigen und beeinträchtigen ihre Arbeitsfähigkeit oder die Wahrnehmung ihrer Verantwortlichkeiten. Länger am Wochenende zu schlafen, ist daher eine einfache Lösung, um dieses Risiko zu mindern.