Les bloqueurs de pubs mettent en péril la gratuité de ce site.
Autorisez les pubs sur Techno-Science.net pour nous soutenir.
▶ Poursuivre quand même la lecture ◀
🕜 Wenn Schlafapnoe den Stoffwechsel in den Jetlag versetzt
Veröffentlicht von Adrien, Quelle: Inserm Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Schlafapnoe betrifft weltweit fast eine Milliarde Menschen und verursacht während der Nacht wiederholte Episoden von Sauerstoffmangel, die als intermittierende Hypoxie bezeichnet werden.
Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Grenoble Alpes, des Inserm und des CHU Grenoble Alpes, die heute in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, zeigt, dass diese Episoden die biologische Uhr der Leber neu organisieren und die täglichen Rhythmen ihrer Stoffwechselaktivität verändern.
Diese Ergebnisse beleuchten einen bisher wenig bekannten Aspekt der Erkrankung und könnten dazu beitragen, den optimalen Zeitpunkt für die Verabreichung von Behandlungen besser zu bestimmen, um deren Wirksamkeit zu verbessern.
Illustrationsbild Unsplash
Während die pathologischen Folgen der intermittierenden Hypoxie bei Schlafapnoe gut dokumentiert sind, bleibt ihre Auswirkung auf die biologischen Rhythmen des Organismus, die von der zirkadianen Uhr gesteuert werden, noch wenig erforscht.
In dieser Studie nutzten die Wissenschaftler ein Mausmodell für chronische intermittierende Hypoxie, um die Auswirkungen dieses Atemstress auf den Organismus über den gesamten Tag-Nacht-Zyklus hinweg zu analysieren. Mit Fokus auf die Leber, ein zentrales Organ der Energieregulation, kombinierten sie transkriptomische, metabolomische und physiologische Ansätze, um die Anpassungen der hepatischen Stoffwechselaktivität über die Zeit zu verfolgen.
Die Ergebnisse zeigen, dass intermittierende Hypoxie nicht nur einige wichtige, von der Leber gesteuerte Energiestoffwechselwege wie den Glukose- und Lipidstoffwechsel beeinträchtigt, sondern deren zirkadiane Organisation tiefgreifend umprogrammiert. Beispielsweise zeigt die metabolomische Analyse, dass fast die Hälfte der hepatischen Metabolite einen 24-Stunden-Rhythmus aufweist und dass mehr als ein Drittel von ihnen unter intermittierender Hypoxie einen neuen Rhythmus annimmt.
Diese Umverteilung der Stoffwechselrhythmen im Tagesverlauf spiegelt eine echte zeitliche Umprogrammierung der Leberaktivität wider und beleuchtet eine bisher unterschätzte Dimension der Schlafapnoe.
Diese Arbeit eröffnet somit neue Perspektiven für die Chronomedizin. Durch die Umprogrammierung der Stoffwechselrhythmen der Leber könnte die intermittierende Hypoxie die Reaktion des Organismus auf bestimmte Medikamente, insbesondere solche, die auf den Blutzucker oder den Fettstoffwechsel wirken, verändern.
Ihre Wirksamkeit könnte je nach Tageszeit variieren, mit optimalen Verabreichungszeitpunkten, die von denen bei Personen ohne diese Atemstörung abweichen. Dies unterstreicht den Nutzen, die zeitliche Dimension in die Behandlung der Schlafapnoe zu integrieren.