đŸȘ Überschallwinde prĂ€gen die Chemie eines Exoplaneten

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: CNRS INSU
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Mithilfe des James Webb Space Telescope (JWST) haben Wissenschaftler 18 Stunden lang das Licht des Exoplaneten NGTS-10A b beobachtet – das entspricht einem kompletten Jahr dieses Planeten, der seinen Stern sehr nah umkreist.

NGTS-10A b ist ein „heißer Jupiter“. Bei diesem Planetentyp ist eine Seite stĂ€ndig beleuchtet, wĂ€hrend die andere in der Nacht versinkt, was Temperaturunterschiede von mehreren hundert Grad erzeugt. Diese Kontraste treiben Winde an, die Geschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Sekunde erreichen und Gase im globalen Maßstab transportieren können.


Ihre Beobachtungen zeigen, dass Kohlenmonoxid (CO) die chemische Zusammensetzung der AtmosphĂ€re sowohl auf der Tag- als auch auf der Nachtseite dominiert, wĂ€hrend Methan (CH₄), das auf der Nachtseite erwartet wurde, stark unterreprĂ€sentiert ist. Unter normalen Bedingungen sollte die Chemie bei hohen Temperaturen CO und bei niedrigeren Temperaturen CH₄ begĂŒnstigen – wie es in den AtmosphĂ€ren der Riesenplaneten unseres Sonnensystems der Fall ist.

Das Fehlen von Methan auf der Nachtseite lĂ€sst sich durch den sehr schnellen Gastransport zwischen der Tag- und der Nachtseite erklĂ€ren. Die Winde sind stark genug, dass die chemische Reaktion, die CO in CH₄ umwandelt, schlicht keine Zeit hat, stattzufinden, wodurch die AtmosphĂ€re kein Gleichgewicht erreichen kann. Dieses lange vorhergesagte PhĂ€nomen wurde hier erstmals direkt bestĂ€tigt.

Diese Entdeckung unterstreicht die SchlĂŒsselrolle der atmosphĂ€rischen Dynamik beim VerstĂ€ndnis von Exoplaneten und eröffnet neue Perspektiven fĂŒr die Erforschung dieser fernen Welten.