🛰️ SpaceX: Eine Million Satelliten im Orbit zur Bildung eines riesigen Weltraum-Rechenzentrums

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: SpaceX auf X
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Spacex arbeitet an einem Projekt für ein Netzwerk aus nicht weniger als einer Million Satelliten in der Erdumlaufbahn, die mit Solarenergie betrieben und per Laser miteinander verbunden sind. Das Ganze würde ein riesiges Weltraum-Rechenzentrum für die Bedürfnisse der KI bilden. Diese Initiative würde es ermöglichen, die Grenzen irdischer Rechenzentren zu umgehen, die zu viel Platz und Ressourcen verbrauchen.

Die Idee mag gewagt erscheinen, aber Elon Musk versichert, dass die Technologie bereits teilweise bereit ist. Die künftigen Starlink V3-Satelliten enthalten bereits Schlüsselkomponenten: Solarmodule, Kühler und Laserverbindungen. Diese Ausrüstung würde es ermöglichen, auf jedem Satelliten installierte „Rechenracks" miteinander zu verbinden und so einen riesigen orbitalen Computer zu bilden.


Künstlerische Darstellung eines SpaceX IA1-Satelliten im Orbit.
Bildnachweis: SpaceX

Jeder Satellit wäre in der Lage, im Spitzenbetrieb 150 kW und im Dauerbetrieb 120 kW zu erzeugen. Diese Leistung übertrifft die aktueller Satelliten bei weitem. Für den Start plant SpaceX den Einsatz seiner Super Heavy-Trägerrakete mit dem Starship, das sich noch in der Testphase befindet. Das Unternehmen setzt zudem auf eine dedizierte Produktionsanlage, die bis Ende 2026 betriebsbereit sein soll.

Angesichts der Bedenken hinsichtlich der orbitalen Überfüllung zeigt sich Musk zuversichtlich. Er erinnert daran, dass der Weltraum riesig ist und SpaceX über eine einzigartige Erfahrung in der Verwaltung großer Konstellationen verfügt, mit bereits über 10.000 Starlink-Satelliten im Dienst. Seiner Meinung nach würde selbst eine Million Satelliten kein Verkehrsproblem darstellen.

Diese Ankündigung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für SpaceX, das seinen Börsengang vorbereitet. Das Unternehmen setzt auf diese orbitalen Rechenzentren, um Investoren anzuziehen, in einem Umfeld wachsender Konkurrenz durch andere Akteure wie Google, Blue Origin oder Microsoft. Ziel ist es zu zeigen, dass der Weltraum eine praktikable Alternative zu terrestrischen Rechenzentren bieten kann.

Es ist noch unklar, ob dieses ehrgeizige Projekt Wissenschaftler und Regulierungsbehörden überzeugen kann. Astronomen haben bereits Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Beobachtungen geäußert. Und es stellen sich ernste Fragen zur Umweltverschmutzung durch Tausende von Starship-Starts sowie zum Wiedereintritt dieser Million Satelliten in die Atmosphäre am Ende ihrer Lebensdauer.

Für Musk steht jedoch eine Priorität fest: Es geht darum, die Zukunft der menschlichen Zivilisation vorzubereiten, mit Infrastrukturen, die eine immer leistungsfähigere künstliche Intelligenz unterstützen können.