🚀 Starship: Nach Mond und Mars eine Mission zu Uranus!

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: 2025 IEEE Aerospace Conference
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Uranus weist besondere Eigenschaften auf, wie seine geneigte Rotationsachse und sein versetztes Magnetfeld. Diese Besonderheiten machen ihn zu einem bevorzugten Studienobjekt, um die Entstehung von Planeten zu verstehen, zumal in unserer Galaxie regelmĂ€ĂŸig Exoplaneten mit Ă€hnlichen Merkmalen identifiziert werden.

Zu Uranus zu gelangen, um ihn aus der NĂ€he zu erforschen, stellt aufgrund seiner Entfernung eine große Herausforderung dar. Da er sich in betrĂ€chtlicher Entfernung von der Sonne befindet, sind viele Jahre Reisezeit erforderlich, wie die Sonde Voyager 2 vor vierzig Jahren gezeigt hat. Geplante Missionen mĂŒssen hĂ€ufig auf die GravitationsunterstĂŒtzung anderer Planeten zĂ€hlen, was die Anzahl der Startfenster verringert und den Weg verlĂ€ngert.


Die kĂŒrzliche Entwicklung des Starship, der riesigen TrĂ€gerrakete von SpaceX und des gleichnamigen Raumfahrzeugs, Ă€ndert die Lage. Dank seiner erhöhten NutzlastkapazitĂ€t und der Möglichkeit des orbitalen Betankens könnte dieses System die fĂŒr die Reise zu Uranus benötigte Zeit drastisch reduzieren.

Eine innovative Idee, die in einer Veröffentlichung der IEEE Aerospace Conference vorgestellt wurde, besteht darin, das Starship selbst (hier bezeichnet Starship das Raumfahrzeug, nicht die komplette TrĂ€gerrakete) als Hitzeschild fĂŒr ein Aerobraking in der AtmosphĂ€re des Uranus zu nutzen. Dieser Ansatz wĂŒrde es ermöglichen, die Sonde zu verlangsamen, ohne auf andere Manöver zurĂŒckgreifen zu mĂŒssen, indem das fĂŒr Wiedereintritte in die ErdatmosphĂ€re bereits angepasste Design des Fahrzeugs genutzt wird.

Laut Berechnungen wĂŒrde die Kombination aus orbitaler Betankung und Aerobraking mit dem Starship die Reisedauer halbieren und auf etwa sechseinhalb Jahre verkĂŒrzen. Dies wĂŒrde die Betriebskosten und die Risiken einer Langzeitmission senken, wĂ€hrend gleichzeitig der Bedarf an zusĂ€tzlichen GravitationsunterstĂŒtzungen wĂ€hrend der Reise entfiele.


Bild von Uranus und seinen Ringen, aufgenommen vom James-Webb-Weltraumteleskop.
Quelle: NASA

Unklarheiten bestehen noch hinsichtlich der Finanzierung und Planung dieser Mission. Die Startfenster in den 2030er Jahren sind entscheidend: Selbst wenn das Starship eine direktere Route ermöglicht, ist eine gĂŒnstige planetare Positionierung fĂŒr die Mission nach wie vor unerlĂ€sslich. Eine Verzögerung könnte die Erforschung des Uranus um mehrere Jahrzehnte verschieben und diesen Planeten fĂŒr kommende Generationen weiterhin weitgehend unbekannt lassen.