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🩺 Statt sie nur zu verdecken, die Ursache chronischer Nervenschmerzen behandeln
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:Nature Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Manche chronische Schmerzen könnten von einem einfachen Energiemangel in den Neuronen herrühren: Diese Hypothese führt zu einem vielversprechenden Forschungsansatz, um den Ursprung von Leiden zu verstehen, das Millionen von Menschen betrifft, besonders nach Diabetes oder bestimmten Krebstherapien.
In diesem Szenario scheinen die geschädigten Neuronen wie leere Batterien zu arbeiten. Ihre internen Kraftwerke, die Mitochondrien, verlangsamen ihre Aktivität. Deshalb hat eine Gruppe von Wissenschaftlern versucht herauszufinden, ob es möglich ist, durch die Wiederherstellung dieser Reserven den Schmerz langfristig zu reduzieren, und nicht nur ihn zu verdecken.
Illustrationsbild Pixabay
Die Ergebnisse, die in Nature veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Wiederherstellung funktioneller Mitochondrien in verletzten Nerven den Schmerz merklich lindern kann. Tests an menschlichem Gewebe und Tiermodellen zeigten eine Schmerzlinderung, die fast zwei Tage anhalten kann. Diese Beobachtung stützt sich auf die Idee, dass eine angemessene Energiezufuhr den Zellen hilft, die schmerzerzeugenden Entzündungsphänomene besser zu ertragen.
Das Team hat einen natürlichen Unterstützungsmechanismus zwischen Zellen aufgedeckt. Stützzellen, sogenannte Satellitengliazellen, umhüllen die sensorischen Neuronen. Sie können diesen über winzige Brücken, die Nanotuben, funktionale Mitochondrien übertragen. Wenn dieser Austausch gestört ist, degenerieren die Nervenfasern, was zu brennenden, kribbelnden oder tauben Empfindungen führt.
Die Wissenschaftler bewerteten zwei Methoden. Die erste versucht, diesen natürlichen Transfer zwischen Gliazellen und Neuronen zu stimulieren. Die zweite ist direkter: Sie injiziert gesunde Mitochondrien, die von Spendern entnommen wurden, direkt in Ansammlungen von Nervenzellen. Dieser zweite Ansatz bewirkte eine vergleichbare Linderung, aber nur, wenn die implantierten Mitochondrien voll aktiv waren.
Die Arbeit beleuchtet ein wichtiges Protein, MYO10, das für die Bildung der Nanotuben, die diesen Energieaustausch ermöglichen, unerlässlich ist. Das Verständnis dieses molekularen Mechanismus könnte zu gezielten Behandlungen führen. Die nächsten Schritte bestehen darin, genau per Bildgebung zu beobachten, wie diese Nanotuben ihre mitochondriale Fracht innerhalb lebender Gewebe transportieren.
Dieser neue Forschungsweg bietet somit einen neuartigen Ansatz für die Behandlung bestimmter neuropathischer Schmerzen. Statt nur zu versuchen, das Schmerzsignal zu blockieren, zielt er darauf ab, die Ursache der Störung zu beheben, indem er den Energiestoffwechsel der Neuronen wiederherstellt.