Les bloqueurs de pubs mettent en péril la gratuité de ce site.
Autorisez les pubs sur Techno-Science.net pour nous soutenir.
▶ Poursuivre quand même la lecture ◀
🧀 Überraschende Studie verbindet Käse mit Kognition
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:Neurology Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Lange verteufelt, könnten fettreiche Milchprodukte letztendlich mit einer besseren Gehirngesundheit in Verbindung stehen. Eine kürzliche Studie stellt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Verzehr von fettem Käse und Sahne und einem geringeren Langzeitrisiko für Demenz her und bringt unerwartete Vorteile dieser oft kritisierten Lebensmittel ans Licht.
Wissenschaftler haben die Daten von über 27.000 Erwachsenen in Schweden untersucht, die über etwa 25 Jahre hinweg beobachtet wurden. Ihre Arbeit, veröffentlicht in Neurology, basiert auf detaillierten Ernährungsregistern, die es ermöglichen, die Verbindungen zwischen verschiedenen Milchprodukten und dem Auftreten von kognitiven Störungen im Laufe der Zeit zu analysieren.
Illustrationsbild Pixabay
Die Datenanalyse zeigt, dass Menschen, die mindestens 50 Gramm fettreichen Käse pro Tag essen, wie Cheddar oder Brie, ein um 13 % reduziertes Demenzrisiko im Vergleich zu denen aufweisen, die weniger konsumieren. Diese Menge entspricht etwa zwei Scheiben Käse. Bei fetter Sahne ist ein täglicher Verzehr von mindestens 20 Gramm, also etwa eineinhalb Esslöffel, mit einer Risikosenkung von 16 % verbunden. Diese Effekte scheinen spezifisch für diese fettreichen Lebensmittel zu sein.
Darüber hinaus stellte das Forschungsteam auch fest, dass dieser Zusammenhang bei bestimmten Demenzformen deutlicher war, insbesondere bei vaskulärer Demenz, bei der das Risiko um fast 29 % sinkt. Andere Milchprodukte wie Milch oder Butter zeigen dagegen nicht denselben Zusammenhang. Diese Beobachtungen lassen vermuten, dass nicht alle Milchprodukte denselben Einfluss auf das Gehirn haben.
Allerdings müssen diese Beobachtungen aufgrund einiger Einschränkungen relativiert werden, da die Studie in Schweden durchgeführt wurde, wo die Ernährungsgewohnheiten anders sein können als in anderen Regionen. Die Autoren weisen darauf hin, dass Käse dort oft ohne Erhitzen verzehrt wird, im Gegensatz zu anderen Ländern, wo er in warmen Gerichten verwendet wird.
In der Zwischenzeit laden diese Entdeckungen dazu ein, den Stellenwert bestimmter Milchprodukte in der Ernährung zu überdenken. Sie bedeuten nicht, dass diese Lebensmittel ein Wundermittel sind, sondern dass sie Teil eines ausgewogenen Ansatzes sein könnten. Die nächsten Schritte bestehen darin, die Gründe für diese Zusammenhänge zu vertiefen und zu prüfen, ob sie in verschiedenen Bevölkerungsgruppen bestehen bleiben.
Die Rolle von Fetten im Gehirn
Ernährungsfette sind für die ordnungsgemäße Funktion des Gehirns wesentlich, da sie zur Struktur der Zellmembranen und zur Übertragung von Nervensignalen beitragen. Bestimmte Fette, wie sie in Milchprodukten vorkommen, können Fettsäuren und andere Nährstoffe liefern, die kognitive Funktionen unterstützen. Eine ausgewogene Ernährung, die qualitativ hochwertige Fettquellen einschließt, kann somit zur Erhaltung der Gehirngesundheit während des gesamten Lebens beitragen.
Im Fall von fettreichen Milchprodukten könnten Verbindungen wie Vitamin K2 oder bestimmte bioaktive Peptide ihre potenziellen Effekte erklären. Diese Substanzen, die je nach Lebensmittel in unterschiedlichen Mengen vorkommen, werden auf ihre entzündungshemmenden oder gefäßschützenden Eigenschaften untersucht. Ihr Vorkommen in Käse oder Sahne, aber nicht unbedingt in anderen Milchprodukten, könnte die beobachteten Unterschiede rechtfertigen.
Fette sind nicht alle gleich. Gesättigte Fette, oft am Pranger, kommen in natürlichen Lebensmitteln gemeinsam mit anderen Fettarten vor. Die gesamte Ernährung, einschließlich anderer Nährstoffe wie Vitamine oder Mineralien, beeinflusst ebenfalls, wie der Körper diese Fette verwertet. Daher reicht es nicht aus, nur eine einzelne Komponente zu isolieren, um ihre Auswirkung auf die Gesundheit zu verstehen.