💧 Dürre könnte die Wasserrechnung in manchen Städten fast verdoppeln

Bleiben Sie immer informiert: Folgen Sie uns auf Google (☆)

Die globale Erwärmung könnte das Leitungswasser in manchen Städten deutlich verteuern. Eine Studie aus Santa Cruz in Kalifornien schätzt, dass heißere und trockenere Perioden die mittlere Rechnung bis zur Mitte des Jahrhunderts fast verdoppeln könnten. Das Risiko betrifft vor allem bereits gefährdete Haushalte.

Die untersuchte Stadt ist fast vollständig von lokalen Ressourcen und einem einzigen Reservoir abhängig. Wenn die Regenfälle nachlassen, müssen die Betreiber die Wasserversorgung sichern. Die widerstandsfähigeren Lösungen wie die Wiederverwendung von Abwasser oder die Entsalzung erfordern jedoch teure Investitionen.

Bildillustration Pexels

Die Forscher verknüpften in einem einzigen Modell die Klimaszenarien, die Infrastrukturentscheidungen, die vom Wasserversorger angewandten Tarife und den Verbrauch der Haushalte. Dieser Ansatz ermöglicht es, nicht nur die verfügbare Wassermenge zu untersuchen, sondern auch, wie sich die Kosten auf die Bewohner verteilen.

Im zugrunde gelegten trockenen Szenario könnte sich die mittlere Rechnung in Santa Cruz fast verdoppeln. Der Anteil der Haushalte, die die von der US-Umweltschutzbehörde empfohlene Erschwinglichkeitsschwelle überschreiten, würde von 19 % auf 35 % steigen.

Die ärmsten Haushalte wären, wie zu erwarten, am stärksten betroffen. Das Modell schätzt, dass ihre durchschnittlichen monatlichen Ausgaben von etwa 60 Dollar auf 111 Dollar in heutigen Werten steigen könnten. Für einen Teil der Haushalte würde das Wasser dann einen erheblichen Teil des verfügbaren Einkommens ausmachen.

Die Anpassungsoptionen schaffen einen schwierigen Zielkonflikt. Der frühzeitige Bau großer Entsalzungskapazitäten verbessert die Versorgungssicherheit, verteuert aber sofort die Rechnungen. Investitionsverzögerungen begrenzen die unmittelbaren Kosten, erhöhen aber das Risiko von Einschränkungen während Dürreperioden.