đŸŒŠïž Die Grenze der Wettervorhersage lĂ€ge bei... 129 Tagen

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Eine Studie schÀtzt, dass die AtmosphÀre etwa 129 Tage lang Spuren ihres Ausgangszustands bewahren könnte. Diese Zahl beschreibt eine theoretische physikalische Grenze.

Heute geht man davon aus, dass eine Vorhersage etwa 14 Tage lang nĂŒtzliche Informationen ĂŒber die allgemeine Entwicklung der AtmosphĂ€re enthĂ€lt. Je weiter man in die Zukunft blickt, desto stĂ€rker wachsen die kleinen Fehler, die zu Beginn vorhanden sind.

Pixabay-Illustration

Die neue Studie geht das Problem anders an. Sie versucht nicht nur, das Wachstum winziger Fehler zu simulieren. Die Autoren untersuchen, wie viel Energie die AtmosphÀre enthÀlt und wie schnell diese Energie durch den Strahlungsaustausch mit dem Weltraum erneuert wird.

Selbst bei einer perfekten Kenntnis der AtmosphĂ€re weist die einfallende Sonnenstrahlung mikroskopische Schwankungen auf, die sich nicht exakt bestimmen lassen. Nach Ansicht der Autoren tritt dieses Rauschen zunĂ€chst auf den kleinsten Skalen auf. Die Luftbewegungen ĂŒbertragen es anschließend allmĂ€hlich auf grĂ¶ĂŸere PhĂ€nomene.

Nach etwa 129 Tagen wĂ€re demnach die gesamte anfangs vorhandene Energie ersetzt. Im vorgeschlagenen Rahmen hĂ€tte die AtmosphĂ€re dann jede nutzbare Erinnerung an ihren Ausgangszustand verloren. Das wĂ€re die absolute Grenze – selbst mit einem perfekten Modell, perfekten Beobachtungen und vollstĂ€ndig bekannten Ă€ußeren Bedingungen.

Das bedeutet also nicht, dass klassische Wettervorhersagen bis zum 129. Tag zuverlĂ€ssig werden könnten. Die Forscher schĂ€tzen, dass der tatsĂ€chlich nutzbare Vorhersagehorizont im Vergleich zu den heutigen 14 Tagen höchstens um etwa 57 Tage verlĂ€ngert werden könnte. In ihrem Idealszenario könnte eine VorhersagequalitĂ€t, die heute fĂŒr fĂŒnf Tage erreicht wird, beispielsweise erst nach etwa 62 Tagen wieder erzielt werden.

Der Rest entspricht einer wesentlich schwĂ€cheren Information. Zwischen etwa 72 und 129 Tagen wĂŒrde sie vor allem sehr große atmosphĂ€rische Bewegungen betreffen und wĂ€re fĂŒr die Vorhersage von Regen oder der Temperatur in einer Stadt von geringem Nutzen. Dieser Bereich könnte jedoch fĂŒr bestimmte spezialisierte wissenschaftliche Anwendungen interessant sein.

Diese SchĂ€tzung beruht auf mehreren Annahmen, insbesondere darauf, wie sich das Rauschen zwischen den verschiedenen GrĂ¶ĂŸenordnungen atmosphĂ€rischer Bewegungen ausbreitet. Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass ihr Ergebnis durch unabhĂ€ngige Studien bestĂ€tigt oder neu bewertet werden muss.

Es bleibt außerdem zu klĂ€ren, welcher Anteil der zusĂ€tzlichen 57 Tage durch bessere Beobachtungen und bessere Modelle tatsĂ€chlich zugĂ€nglich werden könnte.