🌡️ Hitze verschärft Dürre in Europa trotz feuchtem Winter

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Eine am 23. Juli veröffentlichte wissenschaftliche Analyse zeigt, dass extreme Hitze die Dürre in Europa im Jahr 2026 stark verschärft hat. Im Westen des Kontinents sind die Böden trotz eines relativ feuchten Jahresbeginns ausgetrocknet. Die steigende Nachfrage der Atmosphäre nach Wasser spielte dabei eine zentrale Rolle in dieser Krise.

Die Dürre hängt nicht nur von der Niederschlagsmenge ab. Wenn sich die Luft erwärmt, erhöht sich die Verdunstung aus dem Boden und die Transpiration der Pflanzen, solange Wasser verfügbar ist. Dieser „atmosphärische Durst“ kann daher die oberflächlichen Reserven schnell leeren.

Die Forscher untersuchten West- und Osteuropa getrennt, da die Mechanismen und betroffenen Zeiträume unterschiedlich sind. Im Westen tritt die Dürre der Böden zwischen April und Juni 2026 im aktuellen Klima etwa einmal alle fünf Jahre auf. Sie wäre etwa fünfmal wahrscheinlicher als in einem Klima mit einer um 1,4 °C niedrigeren Durchschnittstemperatur.

Im Osten sollte ein derartiges Ereignis unter den aktuellen Bedingungen etwa alle fünfzehn Jahre auftreten. Der Klimawandel hat es laut der Synthese von Modellen und Beobachtungen etwa elfmal wahrscheinlicher gemacht.

Die Auswirkungen sind bereits in mehreren Sektoren sichtbar. Der Wasserstand vieler europäischer Flüsse ist niedrig, was den Schiffsverkehr stört und die Wasserkraftproduktion reduziert. Die Landwirtschaft erleidet ebenfalls erhebliche Verluste, während die Brände vor allem in Spanien und Frankreich zunehmen.

Diese Situation tritt nach einem außergewöhnlich heißen Juni in Westeuropa auf. Laut Copernicus erlebte diese Region den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, mit einer Durchschnittstemperatur, die um 3,06 °C über dem Referenzwert von 1991-2020 lag. Die kommenden Wochen werden daher stark von einer möglichen Rückkehr der Niederschläge abhängen.