🐒 Eine neue Affenart in Afrika beschrieben

Ein Affe, der bislang mit anderen afrikanischen Stummelaffen verwechselt wurde, wurde offiziell als neue Art beschrieben. Er trägt den Namen Colobus congoensis und lebt in den Wäldern des ostzentralen Teils der Demokratischen Republik Kongo. Die Bewohner der Region nennen ihn Likweli.

Seine Anerkennung erforderte mehr als zehn Jahre Forschung. Die ersten Beobachtungen stammten aus dem Jahr 2008, aber die Wissenschaftler sammelten anschließend Freilanddaten, Schallaufzeichnungen und genetische Analysen. Das Ensemble ermöglichte es, dieses Tier eindeutig von seinen nächsten Verwandten zu unterscheiden.

Lebende Stummelaffen der Arten Colobus congoensis (A und B) in der Demokratischen Republik Kongo und C.

Lebende Stummelaffen der Arten Colobus congoensis (A und B) in der Demokratischen Republik Kongo und C. satanas (C und D) in Gabun.

Zwischen 2018 und 2022 erfasste das Team 114 Beobachtungen. Die Art ist unauffällig und lebt im Kronendach, was Studien erschwert. Ihr schwarzes Fell, die orangerote bis cremefarbene Gesichtsmaske und bestimmte Lautäußerungen tragen zu ihrer Identifikation bei.

Die Analysen ordnen dieses Tier unter die afrikanischen Primaten der Gattung Colobus ein. Sie weisen auf eine Verwandtschaft mit dem Schwarzen Stummelaffen hin, der jedoch über 1.200 km entfernt vorkommt. Diese geografische Trennung zeigt, wie unvollständig die Evolutionsgeschichte der kongolesischen Wälder noch dokumentiert ist.

Das bekannte Verbreitungsgebiet der Art umfasst etwa 1.700 km² zwischen den Flüssen Lomami und Lualaba. Ein so kleines Gebiet kann eine Population anfällig für Abholzung und Jagd machen. Die Autoren empfehlen daher, ihren Erhaltungszustand schnell zu bewerten.

Die Entdeckung bedeutet nicht, dass das Tier gerade erst aufgetaucht ist. Sie spiegelt vielmehr die Tatsache wider, dass eine existierende Population endlich genau genug untersucht wurde, um einen wissenschaftlichen Namen zu erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um ihren Schutz zu organisieren.

Das Kongobecken beherbergt eine noch wenig bekannte Biodiversität, trotz des wachsenden Drucks auf seine Lebensräume. Die Forscher betonen, dass die mit den lokalen Gemeinschaften durchgeführten Bestandsaufnahmen weiterhin unerlässlich sind. Sie können weitere Arten aufdecken und die Schutzprioritäten besser leiten.

BR
Breon

Dies zeig nur wie wenig wir von unserem Planeten WIRKLICH wissen und haben es dennoch geschafft ihn zu zerstören…

BA
Bali Balo

Oh! Aber nein, nicht ganz! Den Planeten nicht ganz zerstört... Es ist beruhigend zu wissen, dass uns noch Leben entgeht und wir nichts davon wissen. Wir riskieren sehr wohl, uns selbst zu zerstören, wenn wir diese Arten überleben lassen.