💥 Zwei Sterne desselben Systems explodierten beide als Supernova

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Astronomen haben Hinweise gefunden, dass zwei massereiche Sterne desselben Doppelsternsystems ihr Leben als Supernova beendet haben. Die beiden Explosionen sollen benachbarte Überreste im Sternbild Zwillinge hinterlassen haben, etwa 6.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der erste Überrest ist der Medusa-Nebel, auch IC 443 genannt. Diese helle Struktur entspricht den expandierenden Trümmern einer stellaren Explosion. Forscher untersuchen sie seit langem bei verschiedenen Wellenlängen, insbesondere im Radio-, Infrarot-, Ultraviolett- und Röntgenbereich.

Der Supernova-Überrest IC 443, rechts, interagiert mit seinem älteren Nachbarn G189.6+3.3 in derselben Molekülwolke. Röntgen-, Gamma-, Ultraviolett- und sichtbare Strahlung zeigen ihre Schockwellen.
Bildnachweis: NASA Goddard Space Flight Center und M. Michailidis et al. 2026. Radio-, Infrarot-, optische, Ultraviolett-, Röntgen- und Gammadaten.

Der zweite Überrest, bezeichnet als G189.6+3.3, ist viel unauffälliger. Er erscheint deutlicher in Radio- und Röntgenbeobachtungen. Daten, die über mehr als 16 Jahre mit dem für Gammastrahlen empfindlichen Weltraumteleskop Fermi gesammelt wurden, haben seine Eigenschaften präzisiert.

Die beiden Sterne sollen sehr massereich gewesen sein und zehntausende Male heller als die Sonne. Sie könnten mehr als fünfzehn Sonnenmassen besessen haben. In einem Doppelsternsystem verändern ihre gravitativen Wechselwirkungen und ihr Materieaustausch ihre Entwicklung stark.

Der Stern, der G189.6+3.3 hervorbrachte, soll zuerst explodiert sein, zwischen 20.000 und 110.000 Jahre vor dem Stern, der den Medusa-Nebel bildete. Die Supernovae wären also in einem im Maßstab des Lebens eines Sterns sehr kurzen Abstand getrennt.

Eine erste Explosion kann auch die Bewegung des überlebenden Sterns verändern. Die Schockwelle und der plötzliche Massenverlust können das System aus dem Gleichgewicht bringen, und der Begleitstern entwickelt sich weiter bis zu seiner eigenen Explosion.

Diese Entdeckung würde eine seltene Gelegenheit bieten, das Schicksal zweier massereicher Sterne zu untersuchen, die zusammen geboren wurden.