☀️ Ein heftiger Sonneneruption der Klasse X stört Kommunikation in Europa und Afrika

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: NOAA Space Weather Prediction Center
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Vor einigen Tagen wurden Europa und Afrika von unerwarteten Funkstörungen getroffen, was die Kommunikationsbetreiber überraschte. Der Ursprung dieser kurzen, aber intensiven Unterbrechungen liegt im Himmel: unser Stern.

Die Sonnenaktivität erreicht derzeit tatsächlich einen bemerkenswerten Höhepunkt, mit dem Auftreten eines Eruption von außergewöhnlicher Stärke. Dieses Phänomen veranschaulicht die Dynamik der Sonne, wo bestimmte Regionen auf ihrer Oberfläche enorme Energiemengen freisetzen können.


Ein impulsiver Sonneneruption der Klasse X4.2 verursachte Funkausfälle in Afrika und Europa, während ein großer Sonnenfleck aktiv bleibt.
Bildnachweis: Links: Mark Johnston, Rechts: NASA SDO

Der betreffende Ausbruch, klassifiziert als X4.2, stammt aus einem Gebiet namens Sonnenfleck AR4366. Seit seinem Auftreten hat diese Region mehrere ähnliche Eruptionen hervorgebracht und zeigt ein unberechenbares Verhalten.

Diese Eruptionen der Klasse X, die die stärksten sind, können die Kommunikation auf der Erde beeinträchtigen. Sie treten auf, wenn intensive Magnetfelder auf der Sonnenoberfläche sich neu verbinden und Energie in Form von Strahlung freisetzen. Glücklicherweise wurde dieses Ereignis nicht von einem signifikanten koronalen Massenauswurf begleitet.

Der verantwortliche Sonnenfleck ist immens und misst etwa das Fünfzehnfache der Breite der Erde. Seine Größe ermöglicht es, ihn von unserem Planeten aus mit Sonnenfinsternisbrillen zu beobachten, was einen direkten Blick auf seine Struktur bietet. So konnten Amateurastronomen detaillierte Bilder aufnehmen.

Trotz der Stärke der Eruptionen bleiben die Auswirkungen auf die Erde vorerst begrenzt. Wissenschaftler beobachten diese Region genau, da sie sich noch weiter entwickeln könnte. Geringfügige Störungen des Erdmagnetfelds sind möglich, aber kurzfristig wird nichts Größeres erwartet.

Wie man Sonneneruptionen klassifiziert


Sonneneruptionen werden basierend auf ihrer Stärke in Klassen eingeteilt, von A bis X. Die Klasse A steht für die schwächsten, fast unbemerkbaren, während die Klassen B, C und M eine zunehmende Intensität anzeigen. Jede Klasse ist in nummerierte Unterebenen unterteilt, zum Beispiel M1 oder X2, um die Messung zu verfeinern.

Die X-Klasse ist die energiereichste, mit Werten, die bei extremen Ereignissen X10 überschreiten können. Diese Eruptionen setzen Strahlung frei, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und die Erde in wenigen Minuten erreicht. Sie können die obere Atmosphäre ionisieren und dadurch Funksignale und Kommunikation stören.

Die Klassifizierung hilft Wissenschaftlern, die Risiken für Satelliten und Stromnetze einzuschätzen. Sie basiert auf der Beobachtung der von der Sonne ausgesandten Röntgen- und Ultraviolettstrahlung. Raumfahrtinstrumente wie die der NASA liefern Echtzeitdaten für diese Analysen.

Warum sind Sonnenflecken dunkel?


Sonnenflecken erscheinen als dunkle Bereiche auf der Sonnenoberfläche, weil sie etwas kühler sind als ihre Umgebung. Die Temperatur beträgt dort etwa 3500 Grad Celsius, verglichen mit 5500 Grad in den umgebenden Regionen. Dieser Unterschied macht sie weniger leuchtend und erzeugt einen sichtbaren Kontrast.

Diese Strukturen entstehen, wenn intensive Magnetfelder aus dem Inneren der Sonne auftauchen und die Wärmekonvektion hemmen. Das heiße Plasma hat Schwierigkeiten, an die Oberfläche aufzusteigen, was die Temperatur lokal senkt. Sonnenflecken können tagelang oder wochenlang bestehen bleiben und sich in Größe und Form verändern.

Die Beobachtung von Sonnenflecken ist mit einfacher Ausrüstung wie Sonnenfiltern oder Finsternisbrillen möglich. Sie bieten einen direkten Weg, die magnetische Aktivität unseres Sterns zu studieren. Astronomen verfolgen ihre Entwicklung, um Eruptionen und andere Phänomene vorherzusagen.