🔭 Diese neue Karte erfasst die Sterne, die am wahrscheinlichsten Leben beherbergen könnten

Veröffentlicht von Cédric,
Autor des Artikels: Cédric DEPOND
Quelle: Georgia State University
Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Ein Team von Astronomen hat soeben einen detaillierten Katalog von 2.100 Sternen veröffentlicht, die als potenzielle Heimat für lebensfreundliche Planeten angesehen werden. Diese Erhebung, die bislang umfassendste ihrer Art, konzentriert sich auf einen speziellen Sterntyp: K-Zwerge, oft auch als orangefarbene Zwerge bezeichnet. Alle diese Sterne befinden sich in einem Radius von 130 Lichtjahren um unser Sonnensystem.

Diese Studie, die auf einer Konferenz der American Astronomical Society vorgestellt wurde, basiert auf spektroskopischen Beobachtungen, die mit zwei Teleskopen auf der Nord- und Südhalbkugel durchgeführt wurden. Sie liefert präzise Daten über Alter, Temperatur und Stabilität jedes einzelnen Sterns. Diese Informationen sind wichtig, um die Bedingungen auf möglichen Orbitplaneten zu bewerten und die zukünftige Suche nach biologischen Signaturen zu lenken.

Die unterschätzten Vorteile der orangefarbenen Zwerge


Die anvisierten Sterne, sogenannte K-Zwerge oder "Orangefarbene Zwerge", besitzen sehr interessante Zwischenmerkmale. Sie sind etwas weniger massereich, kühler und leuchtschwächer als unsere Sonne, die ein G-Stern ist. Ihre Häufigkeit in der solaren Nachbarschaft ist jedoch etwa doppelt so hoch wie bei Sternen wie unserer Sonne.


Bild Wikimedia

Ihr größter Vorteil liegt in ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit. Während die Sonne etwa 10 Milliarden Jahre auf der Hauptreihe verbringen wird, können K-Zwerge dort 20 bis 70 Milliarden Jahre verbleiben. Diese verlängerte Lebensdauer bietet ein erheblich größeres Zeitfenster für die Entstehung und Entwicklung komplexer Prozesse wie des Lebens.

Schließlich ist ihr Verhalten ruhiger als das von kleinen roten Zwergen. Letztere sind oft anfällig für heftige stellare Eruptionen und emittieren intensive ultraviolette Strahlung, die Planetenatmosphären erodieren kann. Orangefarbene Zwerge zeigen eine gemäßigtere magnetische Aktivität und schaffen so eine potenziell stabilere Raumumgebung für Orbitplaneten.

Eine vollständige Kartierung unserer stellaren Nachbarschaft


Für dieses Inventar nutzten die Astronomen zwei strategisch auf dem Globus platzierte Observatorien. Das SMARTS-Teleskop in Chile und das Tillinghast-Teleskop in Arizona, beide mit hochpräzisen Spektrografen ausgestattet, ermöglichten eine vollständige Himmelsabdeckung. Diese Konfiguration erlaubt die Beobachtung aller Zielsterne ohne tote Winkel.

Die detaillierte spektroskopische Analyse lieferte einen echten Personalausweis für jeden Stern. Die Forscher konnten deren Oberflächentemperatur, Rotationsgeschwindigkeit, ungefähres Alter und sogar ihre Flugbahn in der Milchstraße bestimmen. Diese Daten helfen dabei, die reifsten und ruhigsten Sterne zu identifizieren, ideale Kandidaten für die Beherbergung temperierter Planeten.

Dieser Katalog bildet nun eine grundlegende Ressource für die wissenschaftliche Gemeinschaft. Er ermöglicht es, die Beobachtungsbemühungen großer Instrumente wie des James-Webb-Weltraumteleskops auf die vielversprechendsten Systeme zu konzentrieren.