🦈 Unveröffentlicht: Orangefarbener Hai in der Karibik entdeckt

Veröffentlicht von Cédric,
Autor des Artikels: Cédric DEPOND
Quelle: Marine Biodiversity
Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Ein Hai mit orangefarbenen Tönen und einem gespenstischen Blick taucht aus den Tiefen der Karibik auf... Eine unerwartete Entdeckung, die Meeresbiologen über die Geheimnisse der Genetik der Tiefsee nachdenken lässt.

Diese einzigartige Beobachtung eines Atlantischen Ammenhais stellt die üblichen Klassifikationen auf den Kopf. Von Sportfischern vor der Küste Costa Ricas gefangen und wieder freigelassen, weist dieses Exemplar eine außergewöhnliche chromatische Anatomie auf, die Gegenstand einer eingehenden wissenschaftlichen Studie ist.



Eine bemerkenswerte Pigmentanomalie


Der beobachtete Hai weist eine Haut von intensivem Orange auf, die sich stark von der charakteristischen grau-braunen Färbung seiner Art unterscheidet. Seine Augen, denen eine sichtbare Iris fehlt, vervollständigen dieses spektakuläre Erscheinungsbild. Forscher beschreiben in Marine Biodiversity diese seltene Kombination aus teilweisem Albinismus und Xanthismus (Gelbfärbung der Haut).

Diese genetische Erkrankung resultiert aus einer übermäßigen Produktion gelber Pigmente und einer gleichzeitigen Reduzierung von Melanin. Das Phänomen bleibt bei Knorpelfischen wie Haien äußerst selten. Seine wissenschaftliche Dokumentation stellt eine Premiere in dieser Region der Welt dar.

Das Tier war etwa zwei Meter lang, was darauf hindeutet, dass es das Erwachsenenalter erreicht hatte. Sein allgemeiner körperlicher Zustand schien trotz dieser atypischen Pigmentierung ausgezeichnet zu sein.

Anpassung und Forschungsperspektiven


Das Überleben dieses Raubtiers zeigt eine gewisse Anpassungsfähigkeit trotz seiner erhöhten Sichtbarkeit. Wissenschaftler schätzen, dass seine Färbung weder sein Wachstum noch seine Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme beeinträchtigt hat. Diese Beobachtung lädt dazu ein, die Auswirkungen von Pigmentmutationen auf das Überleben und die Fortpflanzungsfähigkeit von Arten in der natürlichen Umwelt neu zu bewerten.

Umweltfaktoren könnten die Expression solcher genetischer Merkmale beeinflussen. Die hohe Wassertemperatur der Karibik könnte eine Rolle bei diesem Phänomen spielen. Die Studie gibt an, dass der Hai in Wasser mit 31,2 Grad Celsius schwamm.

Die Autoren empfehlen eine verstärkte Überwachung der Ammenhaipopulationen. Zukünftige Beobachtungen könnten zeigen, ob dieser Fall eine Einzigartigkeit oder das Auftreten eines evolutionären Trends darstellt. Die genetische Variabilität dieser Tiere verdient besondere Aufmerksamkeit.