💤 Zu wenig oder zu viel Schlaf beschleunigt das Altern

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Nature
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Eine in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass zu wenig oder zu viel Schlaf das Altern fast aller unserer Organe beschleunigen könnte. Durchgeführt von Junhao Wen von der Columbia University, basiert sie auf der Analyse von fast 500.000 Teilnehmern und 23 biologischen Alterungsuhren.

Die Forscher verwendeten sogenannte biologische Alterungsuhren, Werkzeuge, die auf maschinellem Lernen und Messungen wie Blutproteinen beruhen. Diese Uhren schätzen, ob eine Person schneller oder langsamer altert als normal. Doch hier erstellte das Team organspezifische Uhren, da Gehirn, Herz, Lunge oder Leber in unterschiedlichem Tempo altern können.


Foto: Polina Kovaleva / Pexels

Beim Vergleich der angegebenen Schlafdauer mit den Alterungsuhren zeigte sich eine U-förmige Kurve. Personen, die weniger als 6 Stunden oder mehr als 8 Stunden schliefen, wiesen ein beschleunigtes Altern auf. Das beste Gleichgewicht lag zwischen 6,4 und 7,8 Stunden. Dieser Zusammenhang beweist keine direkte Ursache, deutet jedoch darauf hin, dass Schlaf tief mit der allgemeinen Gesundheit verbunden ist.

Starke Verbindungen wurden zwischen zu kurzem Schlaf und Störungen wie Depression, Angst, Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck beobachtet. Zu langer Schlaf war mit Atemwegserkrankungen wie der chronisch obstruktiven Bronchopneumopathie assoziiert. Beide Extreme waren mit Verdauungsproblemen verbunden.

Schließlich zeigt diese Forschung, dass Schlaf nicht nur das Gehirn, sondern den gesamten Organismus beeinflusst. Die spezifischen Alterungsuhren könnten eines Tages helfen, Schlafempfehlungen zu personalisieren. Bis dahin bestätigt sich die Idee eines idealen Fensters von 6 bis 8 Stunden Schlaf zum Wohle unserer allgemeinen Gesundheit.


Für viele Organe war eine Schlafdauer zwischen 6,4 und 7,8 Stunden mit geringerem Altern verbunden. Die Uhren werden aus organspezifischen Proteindaten erstellt. Die blauen Linien stellen Männer dar, die roten Frauen.
Bildnachweis: The MULTI Consortium et al., Nature (2026)