💧 Das verborgene Geheimnis der Wüsten

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Es gibt ein verborgenes Geheimnis hinter den Wüsten unseres Planeten. Von der Sahara bis zu den eisigen Gebieten der Arktis haben diese trockenen Weiten eine Gemeinsamkeit: einen Mangel an Regen. Aber warum erhalten manche Orte der Erde viel weniger Niederschlag als andere? Tauchen wir ein in das Geheimnis der Wüsten und entdecken wir, wie sie entstanden sind und warum sie so trocken bleiben.

Die Wüsten sind das Ergebnis der globalen Luftzirkulationsmuster. Die Sonnenenergie trifft direkt am Äquator auf die Erde, erwärmt die Luft und lässt Feuchtigkeit verdunsten. Die heiße, trockene Luft bewegt sich dann zu den Polen und sinkt bei etwa 30 Grad Breite wieder ab, so Lynn Fenstermaker, Ökologin am Desert Research Institute in Reno, Nevada. Dieses Zirkulationsmodell wird Hadley-Zelle genannt und führt zur Bildung der Passatwinde und vieler großer Wüsten wie der Sahara, der Gobi und der Kalahari.

Death Valley in Kalifornien, USA - Wikipedia

Death Valley (in Kalifornien, USA) - Wikipedia

Allerdings spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wie das Zusammenspiel von Winden und Topographie. Zum Beispiel kann feuchte Luft, die vom Ozean kommt und auf eine Bergkette trifft, ihre Feuchtigkeit in Form von Regen oder Schnee verlieren, wenn sie die Hänge hinaufsteigt. Auf der anderen Seite des Berges wird die Luft trocken und schafft Wüsten wie die Mojave-Wüste in Kalifornien.

Andreas Prein, Wissenschaftler am National Center for Atmospheric Research in Boulder, Colorado, fügt hinzu, dass die Entfernung zwischen Binnenregionen und großen Gewässern ebenfalls die Bildung von Wüsten beeinflussen kann. Zum Beispiel liegt die Gobi-Wüste in Zentralasien weit entfernt vom Ozean und wird durch den Himalaya geschützt.

Küstennah zu sein bedeutet nicht immer feucht. Kalte Meeresströmungen können Nebel erzeugen, der, wenn er über Land zieht, die Feuchtigkeit in der Luft hält, ohne sie als Regen fallen zu lassen. Dies kann Küstenwüsten schaffen, wie die Atacama in Chile, einer der trockensten Orte der Erde. Es ist auch wichtig zu beachten, dass nicht alle Wüsten heiß sind: Einige Regionen der Arktis und Antarktis gelten aufgrund ihrer geringen Niederschlagsmengen als Wüsten.

Der Klimawandel beeinflusst auch die Verteilung der Wüsten. Vor Tausenden von Jahren war die Sahara beispielsweise von Grasland und tropischen Wäldern bedeckt. Heute verändern sich die Wüsten aufgrund der Ausdehnung der Hadley-Zellen, die durch die globale Erwärmung verursacht wird. Höhere Temperaturen können diesen Prozess beschleunigen, indem sie die Verdunstung von Wasser erhöhen und die Luft weiter austrocknen.

Dünen der Gobi-Wüste - Wikimedia

Dünen der Gobi-Wüste - Wikimedia

Menschliche Aktivitäten tragen ebenfalls zur Veränderung der Landschaften bei. Die Abholzung für die Landwirtschaft entfernt die ursprüngliche Vegetation, was die Niederschläge in tropischen Regionen verringern kann. Wenn mehr Wasser verdunstet, anstatt von Pflanzen im Boden gehalten zu werden, trocknet ein Teufelskreis die Landschaften allmählich aus. Die semi-ariden Gebiete am Rande bestehender Wüsten sind besonders anfällig.

Wie Andreas Prein betont: "Es sind oft kombinierte Faktoren, die das Wachstum von Wüsten begünstigen. Es ist nicht nur die menschliche Aktivität, oder der Klimawandel, oder die natürliche Klimavariabilität, sondern all das zusammen, das die Ökosysteme über den Kipppunkt hinaus treibt."