🌀 Dieses Schwarze Loch scheint genauso viel Materie auszustoßen, wie es verschluckt

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Ein Schwarzes Loch behĂ€lt nicht unbedingt die gesamte Materie, die es anzieht. Im System Swift J1727.8−1613 scheint eine große Menge Gas wieder in den Weltraum zu entweichen. Laut den Forschenden könnte diese Abgabe vergleichbar mit der gleichzeitig aufgenommenen Menge sein.

Dieses System besteht aus einem Schwarzen Loch und einem kleinen Stern, die umeinander kreisen. Das Schwarze Loch hat etwa die zehnfache Masse der Sonne. Es zieht nach und nach das Gas seines Begleiters an, das sich um es herum zu einer sehr heißen Scheibe formt.

Darstellung der Geometrie des Systems und seiner physikalischen Prozesse.

Im August 2023 wurde das System plötzlich im Röntgenlicht sehr hell. Die Astronominnen und Astronomen verfolgten diesen Ausbruch vollstÀndig mit dem Very Large Telescope in Chile. Dessen Instrument X-Shooter zerlegte das empfangene Licht, um die Bewegungen und Eigenschaften des Gases zu untersuchen.

WĂ€hrend der intensivsten Phase erzeugte das Schwarze Loch einen schmalen Materialjet. Die Beobachtungen zeigen außerdem eine VerĂ€nderung des Ă€ußeren Teils der Scheibe. Dieser scheint mehr Strahlung erhalten zu haben, ohne dass in der Region unmittelbar um das Schwarze Loch eine VerĂ€nderung feststellbar wĂ€re.

Die Überraschung zeigte sich, als der Ausbruch bereits stark abgeklungen war. Einige im Licht beobachtete Spuren deuten darauf hin, dass weiterhin ein Gaswind von der Scheibe entwich. Dieses Gas, fĂŒr eine solche Umgebung relativ kalt, bewegte sich mit etwa 750 Kilometern pro Sekunde.

Simulationen konnten die Form dieser Spuren mit einem dichten, rotierenden und beschleunigenden Wind nachbilden. Die Forschenden schĂ€tzen, dass dieser mindestens ein Milliardstel einer Sonnenmasse pro Jahr ausstieß. Diese Mindestrate wĂ€re vergleichbar mit der Menge an Materie, die das Schwarze Loch gleichzeitig aufnahm.

Dieser Vergleich bleibt jedoch eine SchÀtzung. Das Ergebnis hÀngt von der Form des Windes, seiner Dichte und seinem physikalischen Zustand ab.